Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt e.V.
Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch

 
 

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Tipps zur Vorbeugung Sexuellen Missbrauchs in Institutionen


Informationen für Arbeitgeber/innen

Bekannt werdende Vorfälle von sexuellem Missbrauch in Institutionen machen immer mehr Arbeitgeber/innen darauf aufmerksam, dass in Einrichtungen, in denen mit Kindern und Jugendlichen pädagogisch gearbeitet wird, die Notwendigkeit besteht, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt durch sogenannte Pädophile innerhalb der Einrichtung zu schützen.

Manche Täter/innen suchen sich ganz bewusst Arbeitsfelder aus, in denen sie relativ leicht Zugang zu Mädchen und Jungen finden. Attraktiv sind für sie Zusammenhänge, in denen sie hoffen können, möglichst lange unentdeckt zu bleiben.

Durch gezielte Maßnahmen und eine klare Haltung haben Arbeitgeber/innen im pädagogischen Bereich eine gute Chance, zu verhindern, dass in ihren eigenen Einrichtungen sexuelle Gewalt durch Mitarbeiter/innen ausgeübt werden kann.

Was können Sie als Arbeitgeber/in tun, um Mädchen und Jungen innerhalb Ihrer pädagogischen Einrichtung vor sexueller Gewalt durch Mitarbeiter/innen möglichst wirksam zu schützen?

Einige Tipps:

  • Thematisieren Sie das Thema "sexuelle Gewalt" während des Bewerbungsverfahrens (durch ein Informationsblatt oder z. B. mündlich im Vorstellungsgespräch).

  • Fordern Sie generell ein polizeiliches Führungszeugnis bei Neueinstellungen an.

  • Legen Sie in einer Zusatzvereinbarung (als Anhang zum Arbeitsvertrag) Richtlinien zur Prävention, aber auch zum Vorgehen im Verdachtsfall fest. Anregungen hierzu finden sie bei Kroll: Sichere Orte für Kinder.

  • Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr gesamtes pädagogisches Personal regelmäßig zum Thema "Sexueller Missbrauch" fortbildet.

  • Benennen Sie innerhalb der Einrichtung einen Ansprechpartner und eine Ansprechpartnerin, die für dieses Thema zuständig sind und für Ihre Mitarbeiter/innen eine erste Anlaufstelle für Fragen darstellen können.

  • Entwickeln Sie gemeinsam mit den Mitarbeiter/innen Ihrer Einrichtung einen Verhaltenskodex für den Umgang mit den Ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen.

  • Damit Sie bei einem aufkommenden Verdacht Unterstützung haben, wählen Sie bereits im Vorfeld eine Beratungsstelle, die geeignet ist, Ihre Einrichtung während einer möglichen Verdachtsabklärung im Ernstfall kompetent zu begleiten und vereinbaren Sie eine "Beratungspartnerschaft".

  • Suchen Sie den Kontakt zu einem Juristen bzw. einer Juristin, der/die Sie im Zweifelsfall kompetent beraten kann, so dass Sie rechtlich eindeutig und sicher zum Schutz der Kinder agieren können.
    Zum Weiterlesen: Burgsmüller: "Arbeitsrechtliche Reaktionsweisen" in: Fegert/Wolf; S. 128 ff (s.a. Literaturliste).

Was bietet Ihnen AMYNA als Unterstützung zum Schutz der Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen?

Kinder und Jugendliche leiden in der Regel schwer unter sexuellen Übergriffen in Institutionen. Vertrauensverhältnisse werden missbraucht und Fürsorge und Schutz wird nicht im benötigten Umfang gegeben. An den Folgen tragen die Betroffenen häufig lebenslang.

Stellen Sie sich Ihrer Verantwortung als Arbeitgeber/in pädagogischer Einrichtungen und tun Sie etwas für den Schutz der Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen!

 

Wir helfen Ihnen gerne und bieten:

  • Unterstützung bei der internen Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung für das Thema, z. B. durch Vorträge auf Mitarbeiter/innenversammlungen, für Führungskräfte oder Artikel in der Hauszeitung

  • Beratung für Arbeitgeber/innen sozialer Einrichtungen zur Entwicklung eines Präventionskonzeptes und zur Entwicklung von Richtlinien für Mitarbeiter/innen

  • Begleitung bei der Entwicklung eines Leitfadens zur Verdachtsabklärung in der jeweiligen Einrichtung

  • Ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm zum Thema "sexueller Missbrauch" für Mitarbeiter/innen in pädagogischen Einrichtungen (ab Schulanfang bei uns erhältlich)

  • Spezielle Fortbildungen zur Verhinderung von sexuellem Missbrauch in Institutionen für Teams in sozialen Einrichtungen zu den Themen "Sexueller Missbrauch und Intervention" (ein Tag) sowie "Prävention" (1/2 bis ein Tag) auf Anfrage

  • Umfangreiche Materialien zur Eigenrecherche in unserer Infothek (Termin auf Anfrage)

  • Ab September 2004 kann bei uns eine aktuelle Literaturliste zum Thema "sexueller Missbrauch in Institutionen" angefordert werden bzw. steht auf dieser Seite zum Download zur Verfügung.

  • Bei einem konkret vorliegenden Fall benötigen Sie Unterstützung in arbeitsrechtlichen Fragen, Hilfe bei der Verdachtsabklärung durch eine kompetente Fachstelle, meistens aber auch Unterstützung für Ihr restliches Team, Kinder und Eltern. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche nach kompetenter Hilfe!

Kontakt: info@amyna.de

 

Dieses Merkblatt herunterladen (PDF, 39 KB)

Literaturliste herunterladen (PDF, 26 KB)

 

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