Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt e.V.
Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch

 
 

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Fortbildungen auf Anfrage

AMYNA bietet eine Reihe von Fortbildungen an, für die Sie mit unseren Mitarbeiterinnen gerne Termine vereinbaren können.

Wenn Sie Interesse an einer dieser Veranstaltungen haben, wenden Sie sich bitte an uns um einen Termin zu vereinbaren.

Das AMYNA Team bietet Ihnen vielfache Fortbildungsangebote.


Noch Doktorspiel? Schon Übergriff?

Interkulturelle Verständigung und Bausteine der interkulturellen Kompetenz

Körper, Liebe Doktorspiele

Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit

Dem Schutzauftrag nachkommen

 

Wir können da was tun! Sexueller Missbrauch und die Möglichkeiten der Prävention

 

Baustein I

 

Baustein IIa

Baustein IIb

Baustein IIc

 

Baustein IIIa

Baustein IIIb

Baustein IIIc

 

Sexueller Missbrauch in Verbänden, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe

 

Teil 1: Intervention

Teil 2: Prävention

 

Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch im Schulalltag


Noch Doktorspiel? Schon Übergriff?

Sexuelle Grenzverletzungen unter Kindern

MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen werden immer wieder mit sexualisierten Verhaltensweisen von Kindern konfrontiert. Kinder entdecken ihren Körper und ihre Sexualität alleine oder zusammen mit anderen Kindern im „Doktorspiel“ und gehen gemeinsam zur Toilette um zu schauen und zu erkunden. Zu den wichtigen Aufgaben von Kindertagesstätten gehören eine sexualfreundliche Erziehung und die alters- und entwicklungsgemäße Gestaltung von Freiräumen für die kindliche Entdeckungsfreude im Hinblick auf ihren Körper und den anderer Kinder.

Jedoch nicht jede sexuelle Verhaltensweise ist für die Kinder förderlich oder in der Einrichtung erwünscht. Mädchen und Jungen bringen beispielsweise unverarbeitetes Wissen aus ihrem Medienkonsum mit in die Tagesstätte oder sind oft nicht zimperlich im Verwenden sexualisierter Schimpfwörter.

Spätestens wenn andere Kinder gegen ihren Willen mit einbezogen werden, ist die Verunsicherung groß: Wo müssen wir uns einmischen, wann die Kinder in Ruhe lassen? Was gehört zur altersgemäßen Entwicklung, wo läuft etwas schief? Und vor allem: Wann müssen wir die anderen Kinder schützen?

In der Fortbildung wird es zunächst einmal darum gehen, mehr Sicherheit zu bekommen:

  • Welche Formen sexualisierten Verhaltens wollen wir in unserer Einrichtung akzeptieren?

  • Was sind unerwünschte Verhaltensweisen?

  • Wo beginnt ein sexueller Übergriff?

Danach werden wir uns in mehreren Schritten mit der Frage beschäftigen, wie mit sexuellen Grenzverletzungen unter Kindern in der Einrichtung pädagogisch sinnvoll umgegangen werden kann:

  • Was brauchen die betroffenen Kinder?

  • Was ist sinnvoll für den pädagogischen Umgang mit übergriffigen Kindern?

  • Wie sollten die Eltern miteinbezogen werden?

  • Und: Wo sind die Grenzen der pädagogischen Möglichkeiten, wann sollten andere Fachstellen hinzugezogen werden?

Nicht zuletzt wird es auch um die Frage gehen, was Ihre Einrichtung bereits vorbeugend tun kann, um Kinder in einem respektvollen Umgang miteinander zu fördern.

Zielgruppe

Teams aus Kindergärten und anderen Kindertagesstätten

Dauer

3 Stunden bis ein Tag

Termin

nach Absprache. Bitte frühzeitig buchen, die Wartezeit beträgt in der Regel mehrere Monate.

Kosten

nach Absprache

Referentinnen

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.

Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.

Ort

In Ihrer Einrichtung oder (gegen Aufpreis) in unseren Räumen

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Interkulturelle Verständigung und Bausteine der interkulturellen Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz gehört inzwischen zum Standard jeder sozialen Einrichtung, die sich interkulturell geöffnet hat oder öffnen möchte. Was steht hinter dem Begriff «interkulturelle Kompetenz»? Welche Kompetenzen müssen erworben werden und wie kann die Verständigung stattfinden, damit der Arbeitsalltag gut funktioniert und die interkulturelle Öffnung gewährleistet ist?

Ohne interkulturelle Kompetenz kann auch Präventionsarbeit, die alle Mädchen und Jungen – unabhängig von ihrer Herkunft – erreichen soll, nicht gelingen.

Die Fortbildung wird speziell auf die Bedürfnisse Ihrer Einrichtung zugeschnitten, wenn Sie das Konzept der Einrichtung und andere Informationen im Vorfeld an die Referentin schicken.

Folgende Bausteine können in der Fortbildung enthalten sein:

  • Menschenbilder

  • Interkulturelle Kommunikation und interkulturelle Verständigung

  • Toleranz

  • Sprache und Macht

  • Identitätsbildung im kulturellen Kontext

  • Rassismus und Dominanz

  • «Ohne-Angst-verschieden-sein»

Diese Bausteine können einzeln oder in beliebiger Kombination für Ihr Team angefragt werden. Für die Zusammensetzung einzelner Bausteine nach Ihrem Bedarf können Sie sich mit der Referentin beraten.

Für Einrichtungen, die mit Eltern mit Migrationshintergrund arbeiten, kann speziell das Thema Kommunikation mit diesen Eltern angefragt werden. So können Fragen behandelt werden wie z.B.:

  • Wie können wir mit Eltern mit Migrationshintergrund gut in Kontakt kommen?

  • Was müssen wir beim Gespräch mit «traditionellen» Eltern beachten?

  • Wie können wir mit Eltern aus anderen Kulturen oder mit «traditionellen» Eltern über das Thema Erziehung oder über tabuisierte Themen wie Sexualität, Sexualerziehung, sexueller Missbrauch sprechen?

Zielgruppe

Interessierte Einrichtungen und Projekte

Dauer

4 Stunden bis 1 Tag

Termin

nach Absprache

Kosten

nach Absprache

Referentin

Parvaneh Djafarzadeh, Dipl. Pädagogin, interkulturelle Trainerin und Beraterin

Ort

In Ihrer Einrichtung

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Körper, Liebe, Doktorspiele

Körpererfahrung und Sexualerziehung vom Krippen- bis zum Grundschulalter

Kinder sind ab der Geburt sexuelle Wesen und neugierig auf die Welt. In ihrem Drang, verstehen zu wollen, stellen sie Fragen und erkunden alles, was ihnen begegnet – auch ihren eigenen Körper. Viele Mädchen und Jungen entdecken schon als Kleinkinder ihre Geschlechtsorgane als Quelle lustvoller Gefühle. Sie gehen gemeinsam zur Toilette und verschwinden in Kuschelecken, um mit Gleichaltrigen die Geschlechtsunterschiede zu erforschen.

Im Grundschulalter verfolgen die Kinder mit steigendem Interesse das (sexuelle) Tun der Erwachsenen und nehmen die sexuell aufgeladenen Bilder aus den Medien auf. Diese Eindrücke können sie verunsichern und werfen mehr Fragen zum Thema Körper, Liebe und Sexualität auf, als sie beantworten.

Die Teamfortbildung geht der Frage nach, wie eine sexualfreundliche Erziehung in Ihrer Kindertagesstätte aussehen kann. Wir entwickeln anhand der Situation Ihrer Einrichtung und den Bedürfnissen Ihres Teams Ansätze für Ihre sexualpädagogische Arbeit.

Sie erhalten Informationen zur sexuellen Entwicklung und Sexualerziehung, Anregungen zu Selbstreflexion, Teamarbeit und Konzeptentwicklung. Zudem lernen Sie Bücher und Materialien zur Sexualerziehung sowie Methoden für die Praxis kennen.

Inhalte:

  • Sexuelle Entwicklung von Kindern

  • Körpererfahrung und Sexualerziehung

  • Selbstreflexion

  • Teamarbeit und konzeptionelle Fragen

  • Spiele und Methoden

  • Vorstellen geeigneter Materialien und Bücher

Zielgruppe

Teams aus Krippe, Kindergarten, Hort und HPT

Dauer

nach Absprache (1-2 Tage, Kurzversion ab 4 Stunden)

Termin

nach Vereinbarung (bitte frühzeitig
anfragen)

Kosten

nach Absprache

Referentin

Elke Schmidt, Pädagogin MA, Mediatorin, Bildungsreferentin

Ort

In Ihrer Einrichtung oder – gegen einen kleinen Aufpreis – in unseren Räumen

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Prävention in der Kinder- und
Jugendarbeit

Inhouse-Angebot zu strukturellen Präventionsmöglichkeiten für Jugendringe und
Jugendverbände

Nachhaltige Prävention in Jugendringen und Jugendverbänden setzt die Kenntnis von Möglichkeiten struktureller Prävention voraus, die für die Kinder- und Jugendarbeit geeignet erscheinen.

Ziel ist es, mit der Installation dieser Präventions-elemente dauerhaft den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Verband bzw. dem Jugendring zu verbessern.

Im Rahmen des Inhouse-Angebots erhalten Vorstände in Jugendringen bzw. Jugendverbänden:

  • Basisinformationen zu sexueller Gewalt und Täterstrategien

  • Einen Überblick über strukturelle Präventionselemente, die für den Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit geeignet erscheinen (Verhaltenskodex, Auswahl von MitarbeiterInnen, Schulungen, Meldeverfahren unter Berücksichtigung des § 8a SGB VIII, Beschwerdemanagement usw.)

  • Informationen über eine sinnvolle Reihenfolge und den erforderlichen Aufwand bei der Einführung ausgewählter Präventionselemente

  • Beratung bezüglich der Umsetzung der gewünschten Arbeitsschritte

Zielgruppe

Zielgruppe Vorstände und Geschäftsführungen von
Jugendringen oder Jugendverbänden

Dauer

5-6 Stunden

Termin

nach Vereinbarung (Mit Wartezeiten muss gerechnet werden. )

Anmeldung

Anfragen an Ina Beningna-Hellert, hellert@institutgauting.de

Kosten

nach Vereinbarung

Referentin

Christine Rudolf-Jilg, Mitarbeiterin bei AMYNA

Ort

In Ihrer Einrichtung oder – gegen einen kleinen Aufpreis – in unseren Räumen

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Dem Schutzauftrag nachkommen

Hilfen zur Einführung des § 8a SGB VIII in
Kindertageseinrichtungen

Das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen liegt den Fachkräften der Kindertagesstätten sehr am Herzen. Bisher war es jedoch dem Engagement der Leitungen und MitarbeiterInnen überlassen, bei möglichen Gefährdungen des Kindeswohls schützend tätig zu werden.

Durch den § 8a SGB VIII gibt es nun erstmals einen gesetzlich verankerten Schutzauftrag, zu dem Einrichtungen und Dienste der Jugendhilfe über Vereinbarungen mit den Jugendämtern verpflichtet werden.

Aus diesem Schutzauftrag und den Vereinbarungen mit den Jugendämtern erwachsen Anforderungen. In der Fortbildung wird es darum gehen, wie diese bestmöglich in den Abläufen der Einrichtung verankert werden können, so dass alle Beteiligten Handlungssicherheit haben, sobald ein Verdacht auftaucht.

Es wird ein idealtypischer Ablauf nach § 8a SGB VIII bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erarbeitet. Spezielle Anforderungen im Hinblick auf sexuellen Missbrauch werden immer mit bedacht.

Folgende Fragen werden bearbeitet:

  • Was ist sexueller Missbrauch?

  • Was können (gewichtige) Anhaltspunkte sein?

  • Welche Schritte sind bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch/eine Kindeswohlgefährdung sinnvoll?

  • Wer ist wann in den Hilfeprozess einzubeziehen?

  • Was ist beim Datenschutz zu beachten?

Neben dem Team der Einrichtung sollten sich an dieser Fortbildung auch die Leitungen, bei Elterninitiativen ggf. auch die Vorstände beteiligen.

Die Einrichtung erhält nach der Fortbildung ein ausführliches Skript.

Zielgruppe

Teams aus Kindergärten und anderen
Kindertagesstätten

Dauer

3-4 Stunden und ggf. Vorgespräch

Termin

nach Absprache. Bitte frühzeitig buchen,
die Wartezeit beträgt in der Regel
mehrere Monate.

Kosten

nach Vereinbarung

Referentin

Sibylle Härtl, Pädagogin M.A.
Adelheid Unterstaller, Pädagogin M.A. Mitarbeiterinnen von AMYNA e.V.

Ort

In Ihrer Einrichtung oder (gegen Aufpreis) in unseren Räumen

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Wir können da was tun! Sexueller Missbrauch und die Möglichkeiten der Prävention

Teamfortbildungen in Kindergärten und anderen Kindertagesstätten

Der Bedarf an Informationen zu Sexuellem Missbrauch und den Möglichkeiten der Prävention hat sich auch in Kindergärten und anderen Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren differenziert. Neben „NeueinsteigerInnen“ in das Thema gibt es viele MitarbeiterInnen, die sich bereits Basiswissen angeeignet haben und dieses nun erweitern und in die Praxis umsetzen wollen.

Wir haben Ihnen ein Bausteinsystem zusammengestellt, aus dem Sie ganz nach den Bedürfnissen Ihres Teams eine oder mehrere Fortbildungseinheiten auswählen und nach Ihren Interessen zusammenstellen können.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und sind Ihnen gerne bei der Auswahl behilflich.

 

Zielgruppe

Teams aus Kindergärten und anderen Kindertagesstätten

Termine

nach Absprache. Bitte frühzeitig buchen, die Wartezeit beträgt in der Regel mehrere Monate.

Kosten

nach Absprache

Referentin

Die Bausteine werden von AMYNA-Mitarbeiterinnen durchgeführt.

Ort

In Ihrer Einrichtung oder (gegen Aufpreis) in unseren Räumen

 

Im Folgenden finden Sie die angebotenen Bausteine.

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Baustein I

„Annäherungen ans Thema sexueller Missbrauch" (Basisbaustein)

Bevor mit präventiver Arbeit begonnen werden kann, ist es wichtig Grundkenntnisse zur Problematik des sexuellen Missbrauchs zu erwerben.

Diese Veranstaltung ermöglicht eine Annäherung an die Thematik „sexueller Missbrauch“. Es wird Grundlagenwissen zur Frage „Was ist sexueller Missbrauch?“, zu Tätern und Täterinnen sowie zu Täterstrategien vermittelt.

Diesen Baustein sollten Sie auf jeden Fall buchen, wenn Sie sich bisher noch nicht bzw. kaum mit sexuellem Missbrauch auseinandergesetzt haben.

Zeitrahmen: 3–4 Stunden

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Baustein IIa
„Nein-sagen" reicht nicht!

Grundlegende Informationen zu Präventionsmöglichkeiten in Kindertagesstätten

Mit diesem Baustein wird ein grundlegendes Verständnis von Präventionsarbeit vermittelt und es werden Umsetzungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag mit den Kindern aufgezeigt.

  • Was ist Prävention, d.h. was kann sexuellen Missbrauch verhindern?

  • Welche Strategien verwenden die TäterInnen und wie können wir uns dieses Wissen für die Präventionsarbeit nutzbar machen?

  • Wie sieht Präventionsarbeit mit Mädchen und Jungen aus? Und was können wir als Erwachsene tun?

  • Welche Möglichkeiten und Ansatzpunkte für die konkrete Präventionsarbeit gibt es?


Zeitrahmen: 3–4 Stunden

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Baustein IIb
Sichere Orte für Kinder

Strukturelle Ansatzpunkte für die Präventionsarbeit

Auch innerhalb der Einrichtungen sind Mädchen und Jungen nicht vor sexuellem Missbrauch sicher. Täter und Täterinnen suchen sich nicht selten ein Handlungsfeld in dem sie mit Kindern zu tun haben.

  • Wie lässt sich verhindern, dass sich Täter und Täterinnen in der Einrichtung „niederlassen”?

  • Wie lassen sich Strukturen schaffen, die in der Einrichtung den Schutz von Mädchen und Jungen optimieren?

Dieser Baustein richtet sich v.a. an Leitungen, Vorstände, Personalverantwortliche und Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit in den Einrichtungen.

Zeitrahmen: 3-4 Stunden

Es ist empfehlenswert, diesen Baustein in Kombination mit Baustein IIIc zu buchen.

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Baustein IIc
Gemeinsam handeln – zum Schutz aller Mädchen und Jungen!

Interkulturelle Präventionsarbeit

Oft stellen sich MitarbeiterInnen der Tagesstätten die Frage, was sie wissen müssen, um mit Kindern und Eltern aus anderen Kulturen stressfrei arbeiten zu können, besonders wenn es um die Themen sexueller Missbrauch und Prävention geht. Oft fühlen sich die ErzieherInnen durch die vielen Anforderungen, die an sie gestellt werden, überfordert. In diesem Baustein sollen wesentliche Fragen geklärt werden, die dazu beitragen können, die Interkulturelle Präventionsarbeit zu erleichtern und den Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund und ihren Eltern für beide Seiten fruchtbarer zu gestalten.

Es geht um:

  • Unterschiede in kulturbezogenen Erziehungsansätzen

  • Umgang mit dem Thema Sexualität und Körperlichkeit

  • Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern

  • Strukturell bedingte Machtverhältnisse

  • Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund

  • Eigene Ängste

Diese Veranstaltung soll Unterstützung bieten und dazu ermutigen, das Thema in der Einrichtung anzugehen.

Diesen Baustein sollten Sie wählen, wenn Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund Ihre Einrichtung nutzen.

Zeitrahmen: 2-3 Stunden

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Baustein IIIa
Dem Schutzauftrag nachkommen

Hilfen zur Umsetzung des § 8a SGB VIII

Durch den § 8a SGB VIII, der im Herbst 2005 in Kraft getreten ist, gibt es erstmals einen gesetzlich verankerten Schutzauftrag, zu dem Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe über Vereinbarungen mit den Jugendämtern verpflichtet werden.

Wie können die Anforderungen, die aus diesem Schutzauftrag erwachsen, bestmöglich in den Abläufen der Einrichtung verankert werden, so dass alle Beteiligten Handlungssicherheit haben, falls ein Verdacht auftaucht?

Es wird ein idealtypischer Ablauf nach § 8a bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erarbeitet. Spezielle Anforderungen im Hinblick auf sexuellen Missbrauch werden immer mit bedacht.

Neben dem Team der Einrichtung sollten sich an diesem Baustein die Leitungen, bei Elterninitiativen ggf. auch die Vorstände beteiligen.

Zeitrahmen: 3-4 Stunden & ggf. Vorgespräch

Bitte beachten Sie auch unsere Präventionsberatung.

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Baustein IIIb
Sexueller Missbrauch im kulturellen Kontext

Gibt es kulturelle Unterschiede bei sexuellem Missbrauch? Das ist die zentrale Frage, in diesem Baustein. Hier werden die Mechanismen des sexuellen Missbrauchs kulturvergleichend dargestellt und die Gemeinsamkeiten aufgezeigt. Dabei geht es auch um folgende Fragen:

  • Was bedeutet es für Mädchen und Jungen sexuell missbraucht zu werden? Welche Unterstützung brauchen sie?

  • Welche besonderen Risiken gibt es für Kinder mit Migrationshintergrund?

  • Was erwartet die Beteiligten (Täter, Opfer, Umfeld) nach der Offenlegung?

  • Gibt es Besonderheiten, auf die geachtet werden muss, wenn einem betroffenen Kind mit Migrationshintergrund geholfen werden soll?

Zeitrahmen: 2-3 Stunden

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Baustein IIIc

Und wenn es die Kollegin ist?

Sexueller Missbrauch durch MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche in Kindertagesstätten

Entsetzen und Hilflosigkeit sind groß, wenn sich Hinweise ergeben, dass ein Kollege, eine Kollegin oder ehrenamtliche HelferInnen in der Einrichtung Mädchen und Jungen sexuell missbrauchen könnten.

Das Krisenmanagement muss hier an vielen Stellen ansetzen. Neben dem Schutz der Kinder, der an erster Stelle stehen muss, sind die Einrichtungen auch gegenüber den Eltern und dem verdächtigten Mitarbeiter in der Verantwortung.

In solchen Situationen muss eine Einrichtung rasch und kompetent handeln. Es empfiehlt sich deshalb bereits im Vorfeld Handlungsrichtlinien für den Ernstfall in der Einrichtung zu entwickeln und konzeptionell zu verankern.

Dieser Baustein richtet sich v.a. an Leitungen, Vorstände und Personalverantwortliche in den Einrichtungen.

Zeitrahmen: 4 Stunden bis ein Fortbildungstag & Vorgespräch

Es ist empfehlenswert, diesen Baustein in Kombination mit Baustein IIb zu buchen.

Sollten Sie noch keine Grundkenntnisse zu sexuellem Missbrauch haben, ist eine Kombination mit Baustein I empfehlenswert.

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„Bei uns? Das hätte ich nie gedacht!“

Sexueller Missbrauch in Verbänden, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe
Teil 1: Intervention

Entsetzen und Hilflosigkeit sind groß, wenn sich Hinweise ergeben, dass ein Kollege oder eine Kollegin in der eigenen Einrichtung Mädchen oder Jungen sexuell missbraucht. Dies ist nicht selten der Fall: Viele Täter wählen sich ganz bewusst Arbeitsfelder aus, in denen sie „Zugriff“ auf Mädchen und Jungen haben.

Im Ernstfall stehen die Träger und MitarbeiterInnen der Einrichtung mehrfach in der Verantwortung: als Arbeitgeber und durch ihren pädagogischen Auftrag. Es besteht Handlungsbedarf im Hinblick auf die Betroffenen, auf den Täter, auf die anderen Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung und auf die Eltern.

Es zeichnet die Qualität von Einrichtungen aus, wenn sie in dieser Situation rasch und professionell handeln können. Deshalb empfiehlt es sich bereits im Vorfeld Handlungsrichtlinien für den Ernstfall in der Einrichtung zu erarbeiten und diese konzeptionell zu verankern.

Mit dieser Fortbildung bieten wir Leitungskräften, Leitungsteams, Vorständen und anderen Verantwortlichen in den Einrichtungen an, den Prozess der Erarbeitung von Handlungsrichtlinien zu begleiten und fachlich zu unterstützen.

 

Zielgruppe

Leitungskräfte, Leitungsteams, Vorstände und Verantwortliche in Schulen, Jugendverbänden, Wohneinrichtungen, Freizeitheimen usw.

Dauer

mindestens ein Tag & Vorgespräch

Termin

nach Absprache

Kosten

nach Absprache

Referentinnen

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.; Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.

Ort

in Ihrer Einrichtung oder in unseren Räumen

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„Bei uns? Das hätte ich nie gedacht!“

Sexueller Missbrauch in Verbänden, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe
Teil 2: Prävention

Missbrauchstäter gehen in der Regel sehr geplant vor, weil sie darauf angewiesen sind, unentdeckt zu bleiben. Täter, die sich bewusst Institutionen aussuchen, sind auf Strukturen angewiesen, in denen sie ihr Tun möglichst lange verschleiern können.

Hier liegt der Ansatzpunkt für die Prävention: Durch eine klare Haltung und gezielte Maßnahmen haben Leitung und Mitarbeiterinnen gute Chancen, ihre Einrichtung für Täter und Täterinnen unattraktiv zu machen und damit zu verhindern, dass diese sich in ihren eigenen Reihen „breit machen“.

In der Veranstaltung geht es um Informationen über Täter, Täterinnen und Täterstrategien, um die Frage welche Strukturen dem Missbrauch dienlich sein können und wie vorbeugende Maßnahmen speziell in Ihrer Einrichtung verankert werden können.

 

Zielgruppe

Leitungskräfte, Leitungsteams, Vorstände und Verantwortliche in Schulen, Jugendverbänden, Wohneinrichtungen, Freizeitheimen usw.

Dauer

mindestens ein Tag & Vorgespräch

Termin

nach Absprache

Kosten

nach Absprache

Referentinnen

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.; Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Pädagogin M.A.

Ort

in Ihrer Einrichtung oder in unseren Räumen


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Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch im Schulalltag

Fortbildung für Lehrerkollegien in Grundschulen

Das Problem des sexuellen Missbrauchs an Mädchen und Jungen gerät zunehmend ins Bewusstsein.

Schule ist einerseits ein idealer Ort, um präventiv zu arbeiten, weil er alle Mädchen und Jungen erreicht. Andererseits wird für Lehrerinnen und Lehrer der Schulalltag immer schwieriger: die Klassen werden wieder größer, die Kinder haben mehr Probleme und die pädagogischen Anforderungen an Lehrkräfte erhöhen sich damit. Sich auch noch um dieses schwierige Thema „sexueller Missbrauch" zu kümmern, empfinden viele Lehrkräfte erst einmal als Überforderung.

Wir möchten Sie mit dieser schulinternen Fortbildung an das Thema Prävention heranführen, Sie bei der Beantwortung der Frage unterstützen, wie Sie Prävention in den Schulalltag integrieren können, ohne sich zu überfordern, Ihnen aber auch die Grenzen und Schwierigkeiten schulischer Präventionsarbeit aufzeigen.

Die Themen:

  • Ziel und Ansatzpunkte der Präventionsarbeit:
    Was soll Präventionsarbeit leisten?
    Wie lässt sich sexuelle Gewalt verhindern?
    Wo sind mögliche Ansatzpunkte dafür?

  • Bedingungen und Voraussetzungen für sinnvolle Präventionsarbeit:
    Bei diesem Punkt geht es darum, welche Voraussetzungen in der Schule nötig sind, um Präventionsarbeit zu leisten, die sich direkt an Mädchen und Jungen richten.

  • Beispiele und Möglichkeiten der Präventionsarbeit, die sich direkt an Mädchen und Jungen richtet:
    Hier wird's konkreter: Es geht um gezielte Vorschläge, wie sich „Prävention" in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen und Jungen umsetzen lässt und welche Themen dabei wichtig sind.

Wir arbeiten mit kurzen Informationseinheiten, Diskussion und Kleingruppenarbeit. Außerdem bringen wir Bücher und Materialien, sowie eine ausführliche Literaturliste zur Veranstaltung mit.

Ein Vorgespräch mit der Schulleitung ist obligatorisch.

 

Zielgruppe

Grundschullehrerinnen und -lehrer

Dauer

mindestens 3 Stunden

Termin

Bitte frühzeitig anmelden. Die Wartezeit beträgt in der Regel mehrere Monate.

Kosten

nach Absprache

Referentinnen

Mitarbeiterinnen von AMYNA e.V.

Ort

in Ihrer Schule

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20 Jahre AMYNA

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