|
Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch
und sexueller Gewalt e.V. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sexueller Mißbrauch an muslimischen Mädchen und Jungen - ein Tabuthema! Was sind die Präventionsmöglichkeiten?FortbildungSexueller Mißbrauch kommt in allen Erscheinungsformen auch in islamisch geprägten Gesellschaften vor. Dennoch bleibt das Tabu ungebrochen. Welche kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen und traditionellen Faktoren lassen sich diesbezüglich benennen? Worin besteht das Tabu? Wie kann es aufgelöst werden? Will man über Prävention in diesem Bereich sprechen, so ist impliziert, daß es Mißbrauch gibt also eine Prävention notwendig ist. Prävention bietet viele Ansatzpunkte. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll zunächst auf die Bedeutung der Sexualität im Islam und die Sexualerziehung in islamischen Ländern eingegangen werden. Begriffe wie Ehre", Achtung" und Würde" sollen dabei in Zusammenhang gestellt werden mit der Rolle der Frau, dem Stellenwert der Familie, sowie der gesellschaftlichen Tradition. Die Situation migrierter Mädchen und Jungen aus muslimischen Familien soll dabei nicht zu kurz kommen. Formen sexuellen Mißbrauchs werden ebenso zur Sprache kommen wie deren Verschleierungsmechanismen. Im weiteren Verlauf der Fortbildung werden an den Möglichkeiten der präventiven Maßnahmen für die Mädchen und Jungen aus dem islamischem Kulturkreis angesetzt. Bei der Veranstaltung steht der interkulturelle Aspekt der Präventionsarbeit im Vordergrund.
Wie kann interkulturelle Präventionsarbeit zu sexuellem Mißbrauch mit MigrantInnen ausschauen?FortbildungIn dieser Fortbildung laden wir die Teilnehmerinnen ein, die herkömmlichen monokulturellen Konzepte der Präventionsarbeit zu überprüfen und insofern zu modifizieren, als sie in den Kontext der Migrationserfahrung gerückt werden. Zum Verlauf der Migration gehört u.a. das schmerzhafte Erkennen, daß die Werte und Normen der Herkunftsgesellschaft im Einwanderungsland nicht mehr gültig sind. Auch die den MigrantInnen bekannten und vertrauten Präventionsmöglichkeiten greifen nicht mehr. Den von der Dominanzkultur geprägten Fachkräften mag es deshalb so vorkommen, als gäbe es diese nicht. Dies birgt die Gefahr, den Anpassungsdruck, dem MigrantInnen ohnehin seitens der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind, noch zu verstärken. Für weiße Deutsche bedarf es in der Prävention von sexuellem Mißbrauch im Sinne einer interkulturellen Vorgehensweise der Sensibilisierung und des Dialogs mit den migrierten Bezugspersonen, um auch die mitgebrachten" Kompetenzen wahrnehmen und aufgreifen zu können. Die Wertschätzung dessen seitens der deutschen Gesellschaft stellt eine der Bedingungen dar, im Migrationsprozeß eine Verbindung des Einstellungs- und Verhaltensrepertiores von Herkunfts- und Einwanderungsgesellschaft zu erreichen. Neben der Vermittlung und feministisch-psychodramatischen" Vertiefung des Phasenverlaufs der Migration, dessen psychischen und gesellschaftlichen Aspekten und seiner Relevanz für die Prävention, wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmerinnen Ansätze entwickeln für ein Konzept, das auf die Lebensumstände von MigrantInnen zugeschnitten ist, ihre Erfahrungen berücksichtigt und einbezieht.
Sexueller Mißbrauch und die Möglichkeiten der PräventionFachtagErzieherinnen werden in ihrem pädagogischen Alltag in Kindergarten immer wieder mit sexuellem Mißbrauch konfrontiert. Dies löst häufig Verunsicherung, Ablehnung und Angst aus, aber auch das Bedürfnis zu handeln und das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen zu schützen und zu unterstützen. Gleichzeitig entsteht bei vielen auch der Wunsch, sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu verhindern, bevor sie stattfindet, also präventiv tätig zu werden. Um beide Bereiche soll es in dieser Fortbildung gehen.
Merkmale und Besonderheiten der interkulturellen Arbeit und deren Bedeutung für die PräventionVortragPrävention von sexuellem Mißbrauch in einem multinationalen Kindergarten ist häufig mit der Unsicherheit verbunden, wie mit den unterschiedlichen kulturellen Normen umgegangen werden kann. Es gibt viele offene Fragen bei ErzieherInnen im Kindergarten wie z.B. : Wie spreche ich das Thema an?
Sexuelle Gewalt an der Hauptschule - ein Tabuthema?FachtagSexuelle Übergriffe, sexuelle Gewalt gegen Mädchen ereignen sich tagtäglich an Hauptschulen: Mädchen werden als Huren und Nutten beschimpft, sie werden begrabscht, in das Bubenklo gezerrt, es wird ihnen unter den Rock gefaßt, es werden ihnen Küsse aufgezwungen, sie werden auf den Boden gedrückt und von mehreren Jungen festgehalten. Das sind nur einige Beispiele der alltäglichen sexuellen Gewalt gegenüber Mädchen. Trotz dieser Realität ist für diese Form der sexuellen Gewalt noch keine ausreichende Sensibilität vorhanden. Über körperliche, ja sogar über psychische Gewalt wird gesprochen. Doch sexuelle Gewalt wird kaum thematisiert. Woran liegt das? Warum werden sexuelle Gewalttaten so wenig zum Inhalt pädagogischer Reflexion und pädagogischen Handelns? Doch wenn die Notwendigkeit erkannt wurde, gegen sexuelle Gewalt vorzugehen, ist es oft schwierig dies zu tun. In der Fortbildung werden verschiedene Möglichkeiten pädagogischen Handelns vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Der Schwerpunkt der Betrachtungsweise liegt dabei auf der Täterprävention. Es sollen folgende Fragen beantwortet werden: Welche Voraussetzungen müssen bestehen oder geschaffen werden, um Täterprävention an der Hauptschule wirksam betreiben zu können? Wie muß der herkömmliche Sexualkundeunterricht umgestaltet werden, damit auch darin schon Täterprävention grundgelegt ist? Wie kann Täterprävention im alltäglichen schulischen Rahmen (Klassenzimmer, Pausenhof, Gänge, LehrerInnenzimmer, Toiletten) aussehen?
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
©
2004-2009 AMYNA
e.V. (zuletzt geändert:
22.01.2010) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||