Programm 2008/2009
Körpererfahrung
und Sexualerziehung in der Kinderkrippe
Kinder sind von Geburt an sexuelle Wesen. Besonders
kleine Kinder erleben alle Sinneswahrnehmungen ihres Körpers
als lustvoll - es gibt keine Trennung von Zärtlichkeit, Sinnlichkeit
und genitaler Sexualität. Voll Neugier erkunden sie mit den
Händen ihren ganzen Körper, viele entdecken ihre Geschlechtsorgane
als Quelle lustvoller Gefühle. Sie interessieren sich für
die Genitalien der Eltern und entdecken in „Doktorspielen“
mit Gleichaltrigen die Geschlechtsunterschiede. Sie sind fasziniert
von den Körperausscheidungen anderer und werden schließlich
„sauber“ – alles wichtige Schritte in der psychosexuellen
Entwicklung.
Gleichzeitig fühlen sich viele Erwachsene durch die sexuelle
Neugier von Kindern verunsichert. Für ErzieherInnen tun sich
viele Fragen auf: Welche sexuellen Verhaltensweisen sind„normal“,
wie gehe ich damit in der Krippe um, was darf ich hier zulassen
und wie vermittle ich das den Eltern?
Die Fortbildung geht der Frage nach, wie eine sexualfreundliche
Erziehung in der Kinderkrippe aussehen kann. Sie erhalten Informationen
zur psychosexuellen Entwicklung, Anregungen zur Selbstreflexion
und lernen Bücher, Medien und Materialien zur Sexualerziehung
kennen..
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Zielgruppe |
Erzieherinnen der städtischen Kinderkrippen
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Referentin |
Elke Schmidt, M.A. Päd, Mediatorin |
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Intervention ist
wichtig, Prävention noch besser
Sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit vorbeugen
Die Kinder- und Jugendarbeit tritt mittlerweile entschieden
dafür ein, Mädchen und Jungen vor sexuellen Übergriffen
zu schützen und Zugriff auf Kinder und Jugendliche für
TäterInnen möglichst zu verhindern. Eine klare Positionierung
zum Kinderschutz, ein Klima von offener Auseinandersetzung mit dem
Thema,Transparenz und Sensibilisierung sind ein Gewinn für
die Qualität der Arbeit. Gesetzliche Veränderungen
und Beschlüsse des Bayerischen Jugendrings unterstreichen die
Bedeutung und Dringlichkeit dieses Themas.
Die Fortbildung soll den MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit
Sicherheit geben präventiv zu wirken und im Falle einer notwendigen
Intervention professionell zu handeln. Daher schlägt die Fortbildung
den Bogen von der Prävention sexueller Gewalt in der Kinder-
und Jugendarbeit zu neuen (gesetzlichen) Regelungen in Sachen Kinderschutz.
Die Fortbildung beschäftigt sich mit
-
Basiswissen zu sexueller Gewalt und Täterstrategien
-
eigenen Grenzen und Aufgaben
-
dem Verhaltenskodex des KJR München-Land sowie ergänzenden
Möglichkeiten der Prävention
-
§ 8a und § 72a SGB VIII und den Konsequenzen für
die Kinder- und Jugendarbeit
-
dem Vorgehen im Fall einer Aufdeckung bzw. eines Verdachts
-
Hilfs- und Unterstützungssystemen
Die Veranstaltung wird von der Burg Schwaneck (KJR
München-Land) angeboten.
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Zielgruppe |
Hauptberufliche MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendarbeit
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Referentin |
Christine Rudolf-Jilg |
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Qualität durch Klarheit
Die Rolle der Leitung von Kinderkrippen beim Schutz der Kinder
vor sexueller Gewalt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderkrippen
wollen einen möglichst optimalen Schutz von Mädchen und
Jungen gewährleisten. Seit dem 1.10.2005 ist die Verpflichtung
dazu auch gesetzlich geregelt (§ 8a, SGB VIII).
Wie dieser Schutz am besten realisiert und in der Einrichtung verbindlich
verankert werden kann, darum wird es in dieser Fortbildung gehen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leitungsfunktionen kommt dabei
eine besondere Rolle zu. In ihrer Hand liegt die Entscheidung und
die Verantwortung, gemeinsam mit dem Team Strukturen zu gestalten,
die einen optimalen Schutz der Mädchen und Jungen in der Einrichtung
gewährleisten und ein strukturiertes und wohlüberlegtes
Vorgehen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch in Kooperation mit
den entsprechenden Fachstellen sichern.
Um diese Rolle gut ausfüllen zu können,
sind Informationen und Auseinandersetzung mit der Thematik und mit
den eigenen Fragen nötig. In dieser zweitägigen Fortbildung
erhalten Sie Anregungen wie ein Interventionsplan in der Einrichtung
aussehen könnte und was dabei zu beachten ist. Sie erhalten
einen Überblick, welche rechtlichen Aspekte berücksichtigt
werden müssen und an wen Sie sich zur Klärung Ihrer einrichtungsspezifischen
Fragen wenden können.
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Zielgruppe |
Leitungen und Stellvertretungen der städtischen Kinderkrippen |
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Referentinnen |
Sibylle Härtl, Päd. M.A.
Adelheid Unterstaller, Päd M.A.
Mitarbeiterinnen bei AMYNA e.V. |
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Learning to be White
Training, um nicht rassistisch zu sein
Zur Grundlage der interkulturellen Präventionsarbeit
gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus.
Diese Auseinandersetzung hilft den pädagogischen Fachkräften,
das Wissen um die unterschiedlichen Hintergründe von Mädchen
und Jungen zu erweitern, zu erfahren, wie diese Unterschiede von
verschiedenen Menschen wahrgenommen werden und wo das Thema tabuisiert
wird.
„Learning to be White“, ein von Phoenix
e.V. konzipiertes Training, versucht einen Beitrag dazu zu leisten,
dass der Rassismus aus der Tabuzone befreit wird und dass Mitglieder
der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft einen realistischen
Blick darauf entwickeln können.
Das Konzept geht weg von einer Ebene der Schuld und des individuellen
Versagens und erschließt stattdessen eine Ebene von „weißer
Verantwortung“ und interkulturellem Miteinander. Das Ziel
ist eine „Kultur der Verständigung“, eine Verbesserung
der Kommunikation zwischen Menschen der weißen Mehrheitsgesellschaft
und den sog. „People of Colour“
In diesem zweitägigen Phoenix-Training
„Learning to be White“ wird den weißen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, eine
Reise in die eigene Sozialisation zu unternehmen. Es werden Antworten
auf die Fragen gesucht:
-
Was wissen wir über „die anderen“ und was
über „uns selbst“?
-
Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und
was „Konstruktion“?
-
Was ist eine „weiße Identität“ in einer
„multikulturellen Welt“?
-
Was hindert und was fördert unsere Begegnungen?
Es werden Inputs zur Geschichte und Wirkungsweise
des Rassismus gegeben. Das System Rassismus wird deutlich gemacht
und die Parallelen zu anderen Diskriminierungssystemen, die sich
nicht nur auf das Optische und die Hautfarbe beschränken, werden
aufgezeigt. Schließlich werden gemeinsam Strategien für
die private und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rassismus
erarbeitet.
Die Veranstaltung wird durch einen Zuschuss der Stiftung „Bündnis
für Kinder. Gegen Gewalt“ gefördert.
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Zielgruppe |
Fachleute, die mit Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen
kulturellen, ethnischen und religiösen Hintergründen
und mit verschiedenen Hautfarben pädagogisch oder auch
präventiv arbeiten |
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Referenten |
Austen P. Brandt Trainer und Vorsitzender von Phoenix e.V.,
Inhaber dreier Staatsanghörigkeiten (deutsch, englisch
und nigerianisch) hat Erfahrung mit verschiedenen Kulturen
und Formen des interkulturel len Zusammenlebens
Merlih Ergün, Empowerment-Trainer, Phoenix e. V. |
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Dem Schutzauftrag
nachkommen
Hilfen zur Einführung des §8a SGB VIII in Kindertageseinrichtungen
Das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen
liegt den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sehr am Herzen.
Bisher war es jedoch dem Engagement der Leitungen und MitarbeiterInnen
überlassen, bei möglichen Gefährdungen des Kindeswohls
schützend tätig zu werden.
Durch den §8a SGB VIII gibt es nun erstmals einen gesetzlich
verankerten Schutzauftrag, zu dem Einrichtungen und Dienste der
Jugendhilfe über Vereinbarungen mit den Jugendämtern
verpflichtet werden.
Aus diesem Schutzauftrag erwachsen Anforderungen. In dieser Fortbildung
wird es darum gehen, wie diese bestmöglich in den Abläufen
der Einrichtung verankert werden können, so dass alle Beteiligten
Handlungssicherheit haben, sobald ein Verdacht auftaucht.
Am Beispiel des Verdachts auf sexuellen Missbrauch wird ein idealtypischer
Ablauf bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erarbeitet.
Folgende Fragen werden bearbeitet:
-
Was ist sexueller Missbrauch?
-
Wie entsteht ein Verdacht?
-
Was können Anhaltspunkte sein?
-
Welche Schritte sind bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch/eine
Kindeswohlgefährdung sinnvoll?
-
Wer ist wann in einen Hilfeprozess einzubeziehen?
-
Was ist beim Datenschutz zu beachten?
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Zielgruppe |
Leitungen und stellv. Leitungen von Kindertageseinrichtungen:
MitarbeiterInnen, die voraussichtlich für die Einführung
und spätere Umsetzung des §8a SGB VIII verantwortlich
sein werden |
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ReferentInnen |
Sibylle Härtl, Päd. MA
Adelheid Unterstaller, Päd. MA,
beide Mitarbeiterinnen bei AMYNA e.V. |
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Für
Prävention ist es nie zu früh
Möglichkeiten der Vorbeugung von sexuellem Missbrauch in
der Kinderkrippe
Die Tatsache, dass sexueller Missbrauch keine Altersgrenze kennt
und bereits Säuglinge betreffen kann, macht fassungslos und
betroffen.
Die Frage ob und wie vorbeugend etwas unternommen werden kann, um
bereits die Kleinsten möglichst effektiv zu schützen,
bewegt deshalb viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderkrippen.
Das Wissen um das Vorgehen von Tätern und Täterinnen gibt
hier Aufschluss darüber, welche sinnvollen Ansatzpunkte es
für die Vorbeugung von sexuellem Missbrauch gibt. Informationen
über Täter, Täterinnen und Täterstrategien werden
deshalb ein Schwerpunkt der Fortbildung sein.
Darüber hinaus werden wir mit Ihnen Umsetzungsmöglichkeiten
für den pädagogischen Alltag erarbeiten.
Um folgende Themen wird es dabei gehen:
-
Was ist Prävention d.h. was kann sexuellen Missbrauch
verhindern?
-
Wie kann ich als ErzieherIn oder KinderpflegerIn vorbeugend
wirken?
-
Welche Möglichkeiten bieten sich der Einrichtung im pädagogischen
Alltag?
-
Wie wird der alltägliche Umgang mit Mädchen und Jungen
„präventiv“?
-
Was für Möglichkeiten bieten sich der Einrichtung
auf struktureller Ebene Prävention zu verankern?ist ein
Absatz einer Aufzählung. kannst.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Fortbildung soll das
nötige Basiswissen für die Fachkräfte vermitteln.
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Zielgruppe |
Pädagogische MitarbeiterInnen städtischer Kinderkrippen |
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Referentin |
Sibylle Härtl, M.A. Pädagogin, Adelheid Unterstaller,
M.A. Pädagogin |
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Risikoeinschätzung bei möglicher
Kindeswohlgefährdung
Fortbildung für „insoweit erfahrene Fachkräfte"
nach § 8a SGB VIII mit Schwerpunkt Sexueller Missbrauch
Der § 8a SGB VIII verpflichtet Einrichtungen der Jugendhilfe
bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, beispielsweise bei einem
Verdacht auf sexuellen Missbrauch, zum Handeln. Ziel ist die fachkundige
Abschätzung des Gefährdungsrisikos. Hierbei besteht die
gesetzliche Verpflichtung zum Einbezug einer „insoweit
erfahrenen Fachkraft“.
Den „i. e. Fachkräften“ wird im konkreten Fall
der Begleitung einer Einrichtung eine Schlüsselrolle zukommen.
Mit ihrer Kompetenz wird vielfach der Erfolg einer Abklärung
bzw. Intervention stehen oder fallen. Von ihnen wird viel verlangt,
nicht zuletzt weil standardisierte Verfahren der Risikoabschätzung
im Fall eines möglichen sexuellen Missbrauchs weitgehend fehlen.
Welches Wissen wird benötigt, um Fachkräfte in Einrichtungen
bei möglicher Kindeswohlgefährdung zu begleiten?
Themen der Fortbildung:
-
Stand der Fachdiskussion zu Aufgaben einer „insoweit
erfahrenen Fachkraft“
-
Vorgehensweisen bei der Verdachtsabklärung
-
Kriterien für Entscheidungen über den Einbezug von
Sorgeberechtigten und betroffenen Kindern
bzw. Jugendlichen
-
Gestaltung von Explorationen mit Kindern und Jugendlichen zu
belastenden Erfahrungen
-
Verfahren, Möglichkeiten und Grenzen der Risikoeinschätzung
bei möglichem sexuellen Missbrauch
-
Datenschutz, „Meldepflicht“ und Informationsaustausch
bei möglicher Kindeswohlgefährdung
-
Beweisstandards vor dem Familiengericht und relevante Gerichtsentscheidungen
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Zielgruppe |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Beratungsstellen, die
als „i.e. Fachkräfte nach § 8a SGB VIII"
angefragt werden können sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
großer Träger, die trägerinternals „i.e.
Fachkräfte" fungieren (werden). |
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Referenten |
Dr. Heinz Kindler, Dipl-Psych., Sachverständiger
Agathe Eichner, Dipl. Soz. Päd., Supervisorin |
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Elternarbeit zur
Prävention von sexuellem Missbrauch
Weiterbildunge für Multiplikatorinnen
Zum zweiten Mal führt AMYNA diese Weiterbildung für Multiplikatorinnen
durch, bei der es um die Frage geht, wie Eltern beim Schutz ihrer
Kinder vor sexuellem Missbrauch unterstützt werden können.
Die Teilnehmerinnen werden im Rahmen dieser Weiterbildung dabei
begleitet, ihr individuelles Konzept für einen Elternabend
zur Prävention von sexuellem Missbrauch zu erarbeiten. Nach
Abgabe der Hausarbeit erhält jede Teilnehmerin zum Ende der
Weiterbildung ein Zertifikat.
Lesen Sie unseren ausführlichen Flyer
zur Weiterbildung oder laden
Sie den Flyer als PDF herunter (36 KB).
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Zielgruppe |
Frauen, die in ihrer (frei-)beruflichen Praxis mit Eltern
zu tun haben |
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Referentinnen |
Adelheid Unterstaller, Päd. MA, Mitarbeiterin bei AMYNA
Elke Schmidt, Pädagogin MA, Mediatorin, freiberufliche
Bildungsreferentin |
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Grenzerfahrungen
Ein Seminar zum Umgang mit den Themen Sexualität und sexualisierte
Gewalt in der Arbeit mit Jungen mit einer geistigen Behinderung
Im pädagogischen Alltag stehen MitarbeiterInnen, die mit Jungen/männlichen
Jugendlichen mit geistigen Behinderungen arbeiten, häufig
Situationen gegenüber, in denen Sexualität eine Rolle
spielt. Nicht immer sind sich die MitarbeiterInnen sicher, ob und
wie sie dann im Sinne größtmöglicher Selbstbestimmung
der von ihnen Betreuten reagieren sollen oder können. Heikel
und problematisch wird es insbesondere dann, wenn es um Grenzverletzungen
oder gar sexualisierte Gewalt geht.
Für Jungen und männliche Jugendliche mit geistigen Behinderungen
ist das erhöhte Risiko, Opfer sexualisierter Gewalt zu werden,
neben möglichen intellektuellen Defiziten vor allem auf
die (gemachte) Unmündigkeit und die Abhängigkeit von anderen
zurückzuführen. Ihre eigenen Grenzen und Grenzen
anderer bleiben dabei nicht selten unklar und verletzbar. Gerade
auch in vollstationären Einrichtungen kommt möglicherweise
ein anderes, die Situation verschärfendes Problem hinzu, wenn
einige der Jungen/ männlichen Jugendlichen selber zum Täter
werden und sexualisierte Gewalt ausüben.
Vor diesem Hintergrund sollten MitarbeiterInnen von Behinderteneinrichtungen
nicht nur über eine entsprechende Interventionskompetenz verfügen,
sondern auch eine vorbeugende, präventive Arbeit durchführen
können. Hierzu sind Kenntnisse über die psychosexuelle
Entwicklung behinderter Jungen und männlicher Jugendlicher,
die Kompetenz einer angemessenen sexualpädagogischen Begleitung
und das Wissen über die Präventionsmöglichkeiten
und Methoden Voraussetzung.
Das Seminar nimmt sich diesen Themen an und wird entsprechende Handlungsmöglichkeiten
aufzeigen. Zugleich bietet es den Rahmen, im kollegialen Austausch
über einen angemessenen Umgang mit Betroffenen sexualisierter
Gewalt zu beraten und das pädagogische Vorgehen gegenüber
Jungen/männlichen Jugendlichen mit Täterverhalten zu diskutieren
und zu klären.
Diese Fortbildung wird von den Behindertenbeauftragten der Bay.
Staatsregierung und des Bezirks Oberbayern finanziell unterstützt.
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Zielgruppe |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Einrichtungen, die mit
Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung arbeiten |
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Referenten |
Ralf Specht: Diplom- und Sexualpädagoge, Dozent am Institut
für Sexualpädagogik (isp), Koordinator für
Fort- und Weiterbildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft
für Unterstützte Beschäftigung (BAGUB)
Torsten Kruse: Bildungsreferent, Berater, Trainer für
soziale Trainingsprogramme und Gewaltvermeidungstrainings |
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Unsicherheit abbauen,
Zugang schaffen!
Interkulturelle Kompetenz in der Beratungs- und Therapiearbeit
bei sexueller Gewalt
Mädchen befinden sich in vielen Familien in Problemlagen:
Sie erleben körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Das
betrifft auch Mädchen mit Migrationshintergrund. Oft fällt
deutschen Fachkräften die Beratungs- oder Therapiearbeit mit
diesen Mädchen deshalb schwer, weil sie sich mit den „heiklen
Themen“ in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen
unsicher oder missverstanden fühlen. Die kulturelle Hürde
in der Beratungsarbeit scheint immer noch groß zu sein und
zwar nicht nur seitens der Klientel.
In dieser Fortbildung geht es darum, die Unterschiede in der Beratungs-
und Therapiearbeit bei Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund
herauszuarbeiten. Dabei geht es um Fragen wie:
-
Welche Dynamiken gibt es bei sexueller Gewalt in Familien mit
Migrationshintergrund?
-
Was muss ich für die Beratung oder Therapie über
die kulturellen Hintergründe wissen, um mit Mädchen
mit Migrationshintergrund arbeiten zu können?
-
Warum ist es wichtig, im Beratungs- bzw. Thera
pieprozess über die kulturellen Grenzen hinweg zu arbeiten?
Wie schaffe ich das?
-
Welche Ressourcen gilt es zu entdecken, welche kann ich in
meiner Arbeit berücksichtigen?
-
In der Fortbildung werden die genannten Themen auch anhand
eines Fallbeispiels bearbeitet, das gerne von den Teilnehmerinnen
eingebracht werden kann.
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Zielgruppe |
Fachfrauen aus der Beratungs- und Therapiearbeit |
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Referentin |
Mitra Herawi-Wittmann M.A., Psychologische Psychotherapeutin
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Parvaneh Djafarzadeh Diplompädagogin und interkulturelle
Trainerin, Mitarbeiterin bei AMYNA |
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„Ich
weiß nicht, wie - es ist halt einfach passiert..."
Therapeutische Gruppenarbeit mit sexuell devianten Jugendlichen
Viele Jugendliche, die durch sexuelle Grenzverletzungen auffällig
werden, haben in ihrer Biographie mangelnde Bindung, Beziehungsabbrüche,Vernachlässigung,
Gewalt sowie ein Fehlen verlässlicher Strukturen und elterlicher
Präsenz erlebt. Aufgrund dieser Erfahrungen sind sie gefährdet
und gefährdend zugleich. Die konkrete Auseinandersetzung der
Jugendlichen mit ihren jeweiligen Delikten und damit der Schutz
weiterer Kinder, sowie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
der Jugendlichen, sind wesentliche Elemente der Gruppenarbeit. Durch
das aktive Einbeziehen der Eltern in die Therapie werden Veränderungsprozesse
begleitet und befördert.
Diese Arbeit ist notwendig und sinnvoll, zum einen, weil ca. 20%
aller Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch von Jugendlichen
begangen werden. In Biographien erwachsener Sexualstraftäter
finden sich häufig sexuelle Übergriffe schon
im Kindes- und Jugendalter. Ein frühes Intervenieren im Spannungsfeld
zwischen Hilfe und Sanktion ist deshalb unabdingbar. Die ReferentInnen
stellen die Rahmenbedingungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit in
der Gruppentherapie vor.
-
Rahmenbedingungen und Eingangsvoraussetzungen für die
Gruppenarbeit,
-
allgemeine und spezielle Diagnostik,
-
zentrale Themen der therapeutischen Gruppenarbeit (deliktorientierte
Konfrontation, Sexualpädagogik, Grenzen, Normen, Verantwortung
statt Verleugnung, ...),
-
Ziele der Gruppenarbeit (Stoppen der Übergriffe und damit
Schutz anderer Kinder, Übernahme von Verantwortung, Entwicklung
von Empathie,
-
Entwicklung sozialer Kompetenz, ...),
-
Halten und Aushalten der Ambivalenzen als The
rapeutIn (zwischen Mitgefühl und Zorn, Opfer und
Täter zugleich, Macht und Ohnmacht, ...)
Des Weiteren werden folgende Inhalte bearbeitet:
-
Was kann in der jeweiligen Einrichtung vor Ort getan werden?
-
Kann die Einrichtung den Jungen weiter betreuen oder nicht?
-
Was für Rahmenbedingungen sind nötig?
-
Was kann die Einrichtung leisten und wann ist eine ambulante
oder eine spezialisierte stationäre Einrichtung das richtige
Angebot für einen sexuell devianten Jungen?
-
Wie müssen die Absprachen aussehen, wenn die Möglichkeit
einer Kooperation mit einem ambulanten Gruppentherapieangebot
für sexuell übergriffige Jungen gewinnbringend
eingesetzt werden soll?
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Zielgruppe |
Fachleute, die in unterschiedlichen Zusammenhängen mit
(einzelnen) sexuell aggressiven Jungen zu tun haben, in stationären
und teilstationären Einrichtungen wie z.B. in Wohngruppen,
HPTs, aber auch in Beratungsstellen und anderen Einrichtungen |
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Referentin |
Kirstin Dawin, Dipl. Psych., Familientherapeutin, und
Michael Schwarz, Dipl. Psych., Systemtherapeut (SE, ECP) und
Traumatherapeut. Sie leiten im KinderschutzZentrum München
Gruppen für Jugendliche, die durch sexuelle Übergriffe
auffällig geworden sind. |
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Prävention braucht
Pfiff
Interkulturelle Prävention in Kindertagesstätten
Prävention von sexuellem Missbrauch ist eine Frage des Kinderschutzes
und sollte alle Mädchen und Jungen und auch deren direktes
Umfeld erreichen. Kindertagesstätten können dazu einen
wichtigen Beitrag leisten.
Viele Tagesstätten haben in den letzten Jahren Präventionsarbeit
gegen sexuellen Missbrauch in ihre Arbeit integriert. Dass dabei
die unterschiedlichen Hintergründe von Mädchen und Jungen
berücksichtigt werden müssen, ist vielen Erzieherinnen
und Erziehern bekannt.
-
Was aber heißt das konkret?
-
Wie kann damit umgegangen werden, dass die Erziehungsmethoden
von Eltern mit Migrationshintergrund sich häufig
von denen im Kindergarten unterscheiden, z.B. wenn es um Sexualerziehung,
Körperkontakte oder Wertevermittlung geht?
-
Wie können Eltern mit Migrationshintergrund mit einbezogen
werden, wenn es um Fragen der Erziehung in der Einrichtung geht?
-
Wie kann Kindern mit Migrationshintergrund die besondere Anerkennung
gegeben werden, die sie brauchen, um sich in ihren sozialen
Kontakten und ihrem Verhalten gut zu entwickeln?
-
Sollten kulturelle Besonderheiten beachtet werden und wenn
ja, welche?
-
Und nicht zuletzt: Was bedeutet dies alles für die Prävention
von sexuellem Missbrauch?
Neben inhaltlichen Inputs durch die Referentin, Kleingruppenarbeit
und dem Ausprobieren von Methoden für die interkulturelle Präventionsarbeit
in der Kindertagesstätte, bleibt genügend Zeit zur Bearbeitung
der konkreten Fragen der TeilnehmerInnen.
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Zielgruppe |
Fachkräfte aus Kindertagesstätten, die mit Kindern
im Alter von ca. 2-8 Jahren arbeiten |
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Referentin |
Parvaneh Djafarzadeh, Diplompädagogin und interkulturelle
Trainerin, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V. |
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Nase, Bauch und Po
Körpererfahrung und Sexualerziehung in Kindergarten und -krippe
Kinder erkunden voll Neugier ihren Körper, verschwinden zum
Doktorspielen in der Kuschelecke und gehen mit anderen auf die Toilette,
um zu beobachten. Sie stellen viele Fragen zum Thema Sexualität,
wollen ihren Körper und ihre Umwelt entdecken und erforschen.
Freundschaft, Eifersucht, Beschimpfungen mit sexuellem Inhalt –
alltägliche Situationen in Kindertagesstätten, mit denen
pädagogische Fachkräfte konfrontiert sind.
Gleichzeitig sind viele Erwachsene durch die sexuelle Neugier von
Kindern verunsichert. Für ErzieherInnen tun sich viele Fragen
auf: Welche sexuellen Verhaltensweisen sind noch „normal“,
was darf ich in der Einrichtung zulassen, wie gehe ich damit um
und wie vermittle ich das den Eltern?
Die Fortbildung möchte mit fachlichen Informationen zur sexuellen
Entwicklung und Sexualerziehung sowie durch das Ausprobieren unterschiedlicher
Methoden und Spiele für die sexualpädagogische Arbeit
in Kindergarten und Krippe motivieren.
Inhalte:
-
Kindliche Sexualentwicklung
-
Basisinformationen zur Sexualentwicklung
-
Spiele und Methoden
-
Vorstellen geeigneter Materialien und Bücher
-
Eltern- und Teamarbeit
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Zielgruppe |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kindergärten und
-krippen |
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Referentin |
Elke Schmidt, Pädagogin M.A., Mediatorin, freiberufliche
Bildungsreferentin |
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Die Katze wäre eher ein Vogel
Ein visuelles Hörstück zum Thema Intersexualität
Das Geschlecht einer Person wird an fünf medizinisch
definierten Merkmalen festgemacht. Stimmen diese nicht überein,
spricht man von Intersexualität. Dies kommt immerhin bei einer
von ca. 600 Geburten vor. Doch intersexuelle Menschen gibt es scheinbar
nicht, obwohl in unserer aufgeklärten Gesellschaft alles als
möglich gilt. Diese u.a. sprachliche Tabuisierung ist eine
der vielen Problematiken, die das visuelle Hörstück der
Filmemacherin Melanie Jilg zum Thema Intersexualität anspricht.
Der Film fordert dazu auf, vier intersexuellen Menschen zuzuhören
und sich ein eigenes Bild zu machen: Was ist weiblich? Was männlich?
Hilft es, weiter nur in diesen beiden Kategorien zu denken? Dürfen
in diesem Sinne im Säuglings- und Kleinkindalter schwerwiegende
Operationen zur Anpassung vorgenommen werden? Wo liegen die eigentlichen
Probleme?
Der Film lief bereits im Rahmen von Filmtagen u.a. in Hamburg und
Zürich. Die Filmemacherin steht im Anschluss an den Film für
ein Gespräch zur Verfügung.
Der Abend findet in Kooperation mit LeTRa e.V. statt.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte, ÄrztInnen und TherapeutInnen,
Interessierte
|
Referentin |
Melanie Jilg |
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„Weibliches
(Auf)Begehren"
Zusammenhänge zwischen Aggressivität und Sexualität
im Lebe von Mädchen und Frauen
In einem dialogischen Vortrag werden sich die Referentinnen mit
folgenden Fragen beschäftigen und auf ihre Weise nach Antworten
suchen:
Welches Verständnis haben Frauen von (ihrer) Aggressivität
und Sexualität? Und wie erleben sie sich darin?
Ausgehend davon, dass beide „Erfahrungsfelder“ lebenbejahende
Kraftquellen beherbergen, wird in der Arbeit mit Mädchen und
Frauen immer wieder deutlich, dass die Zugänge zu ihnen erschwert
und auch „verschlossen“ sind. Eine mögliche und
einflussnehmende Belastung stellen sexualisierte Gewalterfahrungen
dar.
-
Wie zeigen sich die Folgen sexueller Gewalterfahrung für
den eigenen Ausdruck von Aggressivität?
-
Worin liegen Möglichkeiten für Frauen, Lebendigkeit
und Kraft von Sexualität auf ganz eigene und vielfältige
Weise (wieder) zu entdecken?
-
Und wie kann die Wahrnehmung aggressiver Impulse als Orientierung
dienen, dem eigenen Begehren auf die Spur(en) zu kommen?
Bitte beachten Sie: Dieser Vortrag richtet sich ausschließlich
an Frauen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von AMYNA e.V., IMMA und
dem Frauennotruf München.
Zielgruppe |
Interessierte (Fach-) Frauen
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Referentinnen |
Carola Spiekermann, Psych. Psychotherapeutin
Astrid Peter, Sozialtherapeutin
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Verdacht auf sexuellen
Missbrauch bei SchülerInnen
Chancen und Risiken einer Strafanzeige
Zahlreiche Kinder und Jugendliche werden sexuell missbraucht. Häufig
versuchen sie sich aktiv Hilfe und Unterstützung zu holen oder
zeigen durch auffälliges Verhalten, dass etwas in ihrem Leben
ganz und gar nicht stimmt. Auch Lehrerinnen und Lehrer gehören
zu der Zielgruppe, an die sie sich hilfesuchend wenden oder denen
„etwas auffällt“. Was ist dann zu tun? Welcher
Weg der Hilfestellung ist wann zu wählen? Welche Verantwortung
haben LehrerInnen und welche Folgen hat ihr Handeln?
Der Weg kann in eine Fachberatungsstelle führen oder zu einem
direkten Kontakt zum Jugendamt bzw. zur Bezirkssozialarbeit. Es
ist jedoch auch durchaus möglich, diese Straftat zur Anzeige
zu bringen. Immer wieder lassen sich die Bereiche auch sinnvoll
verknüpfen.
Die ReferentInnen kommen aus den verschiedenen Bereichen und erläutern
fachkompetent, wie es dann jeweils weitergeht. Dabei werden Vor-
und Nachteile durchaus benannt und sollen auch in der anschließenden
Plenumsdiskussion kritisch hinterfragt werden.
Die Veranstaltung wird vom staatlichen Schulamt in der Landeshauptstadt
München unterstützt.
Zielgruppe |
Schulleitungen, Lehrkräfte, SchulpsychologInnen, Fachkräfte
der Schulsozialarbeit
|
Referentinnen |
Robert Grain, Richter am Amtsgericht München
I
Astrid Siegmann, Dipl. Psychologin Beratungsstelle
für Mädchen und junge Frauen, IMMA e.V.
Ulrike Friedrich-Graf, Stadtjugendamt München,
Erziehungsangebote, Produktteam Erziehungshilfen/Kinderschutz
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Behindert & sexuell
missbraucht = rechtlos?
Behinderte Kinder und Jugendliche als NebenklägerInnen im
Strafverfahren
Mädchen und Jungen mit Behinderungen, die
sexualisierte Gewalt erleiden mussten, haben besondere Schwierigkeiten
bei der Suche nach rechtlicher Unterstützung. Hilflosigkeit,
Unsicherheit und Unwissen der Fachleute führt z.T. dazu, dass
ihre Glaubwürdigkeit in Zweifel gezogen und ihnen die notwendige
Unterstützung verweigert wird. Sie werden nur selten ermutigt
und dabei unterstützt, rechtliche Schritte einzuleiten. Polizei
und Justiz haben deshalb auch nur wenig Erfahrung im Umgang mit
behinderten Zeuginnen und Zeugen.
Um Unsicherheiten zu überwinden und Mädchen und Jungen
bestmöglich unterstützen zu können, brauchen professionelle
HelferInnen zuerst einmal fundierte Informationen.
Der Vortrag gibt deshalb Auskunft zu folgenden Themen:
-
Welchen besonderen Problemen und Belastungen sind behinderte
Kinder und Jugendliche in einem Strafverfahren ausgesetzt? Eingegangen
wird z.B. auf Vorurteile und Mythen, Probleme der Justiz, Glaubhaftigkeitsbegutachtung
und Schutzmaßnahmen. Unter welchen Voraussetzungen ist
eine Anzeige sinnvoll?
-
Was erwartet Mädchen und Jungen nach einer Anzeige bzw.
im Strafprozess?
-
Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es im Strafverfahren?
Eingegangen wird hier auf z.B. auf anwaltliche Vertretung (Opferanwältin,
Nebenklage) und Videovernehmungen.
Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung
mit dem Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München
und wird durch ihn gefördert. Leider befindet sich der
Vortragsraum im 2. Stock und ist nicht rolligerecht. Wir bemühen
uns jedoch bei telefonischer Voranmeldung einen Zugang zu ermöglichen.
Zielgruppe |
MitarbeiterInnen von Justiz und Polizei,
Fachkräfte aus Behinderten- und Jugendhilfe,
Schulen, Eltern und andere Interessierte |
Referentin |
Petra Haubner, Rechtsanwältin und Fachberaterin
gegen sexuelle Gewalt
|
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Internationaler
Tag der Prävention von sexuellem Missbrauch
Tag der Offenen Tür bei AMYNA
Weltweit wird im November der Internationale Tag zur Prävention
von sexuellem Missbrauch begangen um auf die Notwendigkeit der Vorbeugung
und Verhinderung sexueller Gewalt gegenüber Mädchen und
Jungen hinzuweisen.
AMYNA, das Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch,
öffnet am Samstag, den 22. November seine Türen und möchte
alle, die am Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt Interesse haben,
einladen, sich zu informieren und das Institut kennen zu lernen.
Folgende Angebote sind geplant:
-
AMYNA stellt sich vor – Angebote und Aufgaben des Instituts
-
„Abulimaus“, ein Bilderbuch für die interkulturelle
Präventionsarbeit, Lesung der Autorin Parvaneh Djafarzadeh
mit anschließendem Gesprächsangebot
-
Führung durch die Infothek
-
Quiz „Wie erkenne ich gute Präventionsangebote?“
mit Verlosung
-
Bücherflohmarkt zugunsten des Instituts
-
„Prävention light“ – Präventionstipps
bei Kaffee und Kuchen u.v.m.
-
Ein genauer Zeitplan für die Angebote steht ab Anfang
November 2008 zur Verfügung bzw. kann bei AMYNA angefordert
werden.
Zielgruppe |
Eltern, pädagogische Fachkräfte, andere Interessierte |
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Anpassung
hat Grenzen
Prävention von sexuellem Missbrauch im internat. SchülerInnenaustausch
Das erste Mal alleine im Ausland erfordert, sich an eine neue Kultur,
an das Leben in der Gastfamilie, an das (andere) Schulsystem zu
gewöhnen – von SchülerInnen, die ein Austauschjahr
planen, wird während dieses Jahres ein hohes Maß an Anpassung
verlangt.
Trotzdem hat diese Anpassung Grenzen. Da, wo individuelle Grenzen
verletzt werden, müssen die SchülerInnen bestärkt
werden, sich (auch zum Schutz vor sexuellen Übergriffen) zur
Wehr zu setzen. Sie müssen darüber hinaus wissen, wie
und durch wen sie Hilfe und Unterstützung erhalten.
Folgende Themen werden von der Referentin angesprochen:
-
Anpassung nicht um jeden Preis – kulturelle Unterschiede
und die eigenen Grenzen
-
Hilfe und Unterstützung im Austauschjahr – an wen
können sich AustauschschülerInnen wenden?
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Prävention vor sexuellem Missbrauch bei Austauschorganisationen,
wo und wie wird Prävention berücksichtigt?
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit Fragen
zu stellen, 1–2 ehemalige Austauschschülerinnen werden
ebenfalls anwesend sein.
Zielgruppe |
Eltern, Jugendliche; Fachkräfte im internationalen Jugendaustausch |
Referentin |
Christine Rudolf-Jilg, Dipl.Soz.Päd.
(FH), Computermedienpädagogin |
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Sichere
Orte für Kinder
Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Offenen Kinder- und
Jugendarbeit
TäterInnen sind dort, wo Kinder und Jugendliche sich aufhalten,
also auch in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Welche Methoden es gibt, BesucherInnen der Einrichtungen vor sexuellen
Übergriffen durch (ehrenamtliche und hauptberufliche)
MitarbeiterInnen der Einrichtung, aber auch durch externe BesucherInnen
zu schützen, soll dieser Vortrag erläutern. Er basiert
auf dem bundesweit viel beachteten Konzept „Sichere Orte für
Kinder“ eines Abenteuerspielplatzes in Berlin und liegt seit
2003 auch in Buchform vor.
Folgende Themen werden von der Referentin angesprochen:
Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung mit Kreisjugendring
München-Stadt und dem Kreisjugendring München-Land.
Das Buch „Sichere Orte für Kinder“ kann vor Ort
erworben werden.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit |
Referentin |
Dr. Meta Sell, Berlin |
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Tagung: Integration mal anders!
Integration wird momentan in der deutschen Einwanderungspolitik groß geschrieben. Der nationale Integrationsplan fordert Programme in verschiedenen Bereichen wie Sprache, Bildung, Sport, Medien, Kinder, Frauen … Doch was ist Integration und wer sind die AdressatInnen? Geht Integration nur Migrantinnen und Migranten etwas an? Warum gibt es keine Integrationskurse für die einheimische Bevölkerung? Wie steht die Jugendhilfe zur Integration? Warum sehen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mehr Probleme als Chancen in der Integrationsarbeit? Wo werden Mädchen, wo werden Jungen mit Migrationshintergrund und mit „normaler“ Biografie gesehen?
Diese und andere Fragen und Aspekte werden in einem Fachtag der anderen Art behandelt, der eine Mischung aus Humor, Selbstironie und Fachlichkeit anbietet.
Dieser Fachtag findet statt in Kooperation mit der Kontakt- und Informationsstelle für Mädchen (IMMA), AWO- IKOMM, der AWO- Jugendhilfe, dem Pädagogischen Institut und dem Stadtjugendamt München.
Zielgruppe |
Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und Sozialarbeit
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ReferentInnen |
Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Universität Hamburg und Institut für Internationale Vergleichende und Interkulturelle Erziehungswissenschaft
Mely Kiyak, Journalistin und Autorin von „Zweiheimisch" und „10 für Deutschland"
Muhsin Omurca, deutsch-türkischer Kabarettist |
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