Programm 2007/2008
Bleib in meiner Nähe, komm mir nicht zu nah!
Aspekte der Prävention von sexuellem Missbrauch theaterpädagogisch und kultursensibel umsetzen
Was ist sexueller Missbrauch und wo fängt er an? Gibt es kulturell geprägte Unterschiede bei sexuellem Missbrauch? Was ist Prävention? Wie kann ich mit Kindern im Kindergarten präventiv arbeiten und dabei kulturelle Besonderheiten beachten?
Diese und viele andere Fragen beschäftigen Fachkräfte im Kindergarten oder in der Kindertagesstätte. In dieser Fortbildung haben ErzieherInnen und Fachkräfte in Kindertagesstätten die Möglichkeit, ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Einige Aspekte der Prävention, wie körperliche Grenzen, Körpersprache, Nähe und Distanz werden mit theaterpädagogischen Methoden in Form von Rollenspielen und Übungen für die weitere Anwendung in Ihrer Einrichtung vermittelt.
Wir bitten die TeilnehmerInnen um ihre Bereitschaft, die Rollenspiele und Übungen mitzumachen.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte aus Kindergarten und Kindertagesstätten für Grundschulkinder
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Referentinnen |
Sandra Ziegler Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Theaterpädagogin;
Parvaneh Djafarzadeh, Dipl. Pädagogin und Mitarbeiterin
von AMYNA e.V.
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"Was würdest du machen, wenn deine Tochter weg wär'?"
Interventionsarbeit mit Mädchen mit Migrationshintergrund und ihren Familien
Mädchen befinden sich in vielen Familien in Problemlagen: sie erfahren körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Das betrifft auch Mädchen mit Migrationshintergrund, was zu speziellen Konflikten führen und die Flucht der Mädchen aus der Familie nach sich ziehen kann. So eine Flucht der Töchter bringt die Familien mit Migrationshintergrund in besonderer Weise
in eine existenzielle Krise.
In dieser Situation ist eine systematische kultursensible Intervention notwendig. So ein Ansatz in der Interventionsarbeit sieht die Krise als Chance, alle Beteiligten und EntscheidungsträgerInnen, die für diese Arbeit wichtig sind, in den Lösungsprozess mit einzubeziehen, um letztendlich den Mädchen bestmöglich zu helfen. Hier sind auch die Väter bereit, zu den Gesprächen zu kommen, was ansonsten oft in Erziehungsberatungsstellen oder bei Elternabenden nicht der Fall ist.
In dieser Fortbildung wird die kultursensible Krisenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund vorgestellt. Fragen wie:
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Was heißt in diesem Zusammenhang „interkulturelle Kompetenz“?
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Wie viel muss ich von der jeweiligen Familie, ihrer jeweiligen (Migrations-)Geschichte wissen und verstehen?
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Welche Möglichkeiten und Grenzen sind in der Unterstützung für die Mädchen bei der familiären Kommunikation gegeben?
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Welche Anforderungen müssen an die Arbeit mit Sprach- und Kulturmittlerinnen gestellt werden?
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Welche Forderungen ergeben sich aus der Interventionsarbeit für präventive Ansätze?
können beantwortet werden.
Im Anschluss wird es darum gehen, die aus dieser Interventionsarbeit gewonnenen Erkenntnisse auf andere Beratungsprozesse zu übertragen und die jeweiligen Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen in den Blick zu nehmen. Was kann jede Teilnehmerin für ihren konkreten Arbeitsprozess mit nach Hause nehmen? Was hört sich erstmal unrealistisch an und um was lohnt es sich vielleicht zu kämpfen?
Zielgruppe |
Fachfrauen aus der Beratungs-, Interventions- und Therapiearbeit, Fachfrauen aus dem Bereich der Inobhutnahme und Fremdunterbringung
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Referentin |
Dorothea Zimmermann, Mädchennotdienst Wildwasser e.V.
Berlin, Dipl.Psychologin, Kinder-
und Jugendtherapeutin (TP), Traumatherapeutin, Supervisorin
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Zwischen Okzident und Orient
Interkulturelle Sexualpädagogik
Multikulturelle Jugendgruppen gehören zum Schul- und sozialpädagogischen Alltag. Eine große Gruppe stellen Jugendliche aus dem islamischen Kulturkreis. Insbesondere bei der sexualpädagogischen Arbeit mit dieser Zielgruppe werden Pädagoginnen und Pädagogen unsicher. Welche Werte und Ziele soll eine interkulturelle Sexualpädagogik beinhalten? Welches sexualpädagogische Hintergrundwissen brauchen Pädagoginnen und Pädagogen, um mit bestimmten Einstellungen besser umgehen und angemessen auf sie reagieren zu können? Was sind kulturelle Gemeinsamkeiten, was sind Unterschiede?
Bei dieser Fortbildung werden sexualpädagogische Konzepte, Ziele und Inhalte im interkulturellen Kontext betrachtet. TeilnehmerInnen werden zur Selbstreflexion angeregt, was auch die jugendlichen Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund bei ihrer Entwicklung, Pubertät und sexuellen Sozialisation unterstützt.
Im Praxisteil lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Methoden und Materialien für die interkulturelle Sexualpädagogik kennen. Anhand von konkreten Fallbeispielen aus dem pädagogischen Alltag werden mögliche Handlungs- und Lösungsansätze erarbeitet.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte, die mit Mädchen und Jungen im Schulalter interkulturelle Sexualpädagogik betreiben möchten, SchulsozialarbeiterInnen, LehrerInnen
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Referentin
Referent
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Bettina Niederleitner Dipl. Sozialpäd. (FH), ProFamilia
Sexualpädagogik
Michael Niggel Dipl. Sozialpäd.
(FH), ProFamilia Sexualpädagogik
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Einstehen für mich und meine Kinder
Durch Elternabende, Bücher und viele Gespräche wissen wir vielleicht schon einiges, was wir zum Schutz unserer Kinder tun können und das meiste davon erscheint uns auch sinnvoll.
Und doch: Wir sitzen z.B. beim Kaffee mit Verwandten, die Oma zieht die Enkeltochter gegen deren Willen auf den Schoß und „busselt“ sie ab. Das ist noch lange keine sexueller Missbrauch. Trotzdem wissen wir, dass wir protestieren sollten – aber dann haben wir Angst davor für unhöflich oder „zickig“ gehalten zu werden und reagieren nicht oder sehr unsicher. Kennen Sie das?
Dieser Tag soll die nötige Sicherheit für Situationen vermitteln, in denen wir für uns, vor allem aber für unsere Kinder einstehen müssen. Es werden folgende Themen behandelt:
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Wann ist mein Eingreifen und Handeln erforderlich? Wie schaffe ich es situationsgerecht und angemessen zu reagieren?
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Eingreifen – Helfen – Schützen, aber wie?
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Sexuelle Gewalt – wie spreche ich darüber mit meinem Kind?
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Wo erhalte ich Hilfe und Unterstützung im Verdachtsfall?
Es wird vor allem um erlebte eigene problematische Situationen und die Erprobung von praktikablen Lösungsansätzen gehen. Die Stärkung der Teilnehmerinnen steht dabei immer im Vordergrund.
Zielgruppe |
Mütter
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ReferentInnnen |
Rita Braaz, Selbstbehauptungstrainerin
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Interkulturelle Prävention von Gewalt und sexueller Gewalt
Informationen, Hilfe und pädagogische
Verantwortung
Das Projektzentrum INKOMM und AMYNA, Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, bieten ein zweiteiliges Seminar an. Im ersten Teil – am Vormittag – wird der Gewaltbegriff im Allgemeinen definiert. Weiter findet über folgende Fragen eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen von Gewalt statt:
Im zweiten Teil dieser Fortbildung – am Nachmittag – geht es um sexuelle Gewalt. Dabei werden Grundinformationen zum sexuellen Missbrauch erläutert und die Fragen behandelt:
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Sind hier kulturelle Unterschiede zu beobachten?
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Was kann ich tun, wenn ich von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergund erfahre?
-
Wo bekomme ich Hilfe?
In beiden Teilen werden Möglichkeiten der Prävention, ihre Besonderheiten im Kontext der Migration und die Bedeutung der Elternarbeit behandelt.
Zielgruppe |
SchulsozialarbeiterInnen und
Lehrkräfte
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Referentinnen |
Rabia Avdic, INKOMM-Sozialarbeitern
Kerstin Schmidt, INKOMM-Sozialpädagogin (FH)
Parvaneh Djafarzadeh, AMYNA,
Dipl. Päd. und Trainerin für interkulturelle Verständigung
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Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung
Möglichkeiten der Prävention
Die Ausübung von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung ist weit verbreitet und auch heute noch ein großes Tabuthema. Fachkräfte in Einrichtungen und Schulen stellen häufig zentrale Bezugspersonen dar, denen sich betroffene Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung anvertrauen und von denen sie Unterstützung und Stärkung erhalten können. Gerade in diesem Bereich gibt es große Unsicherheit wie den Kindern begegnet und wie mit ihnen präventiv gearbeitet werden kann. Die Fortbildung dient dazu Grundwissen zu vermitteln, Sicherheit im Kontakt mit diesem sensiblen Thema herzustellen und praxisorientiert Anregungen für die präventive und ressourcenfördernde Arbeit mit Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung zu geben.
In der Fortbildung werden folgende Punkte bearbeitet:
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Aufgrund welcher Kriterien kann eine Handlung als sexualisierte Gewalt definiert werden?
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Welche Signale und Verhaltensauffälligkeiten können bei Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung auf eine Betroffenheit durch sexualisierte Gewalt hinweisen?
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Wie begünstigen gesellschaftliche und institutionelle Strukturen, Mythen und Einstellungen die Ausübung von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung?
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Wie sieht das strategische Vorgehen von TäterInnen aus?
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Wie erfolgt die Klärung eines Verdachts und welche Interventions- und Schutzmaßnahmen sind erforderlich?
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Was beinhaltet eine präventive Erziehungshaltung und wie lässt sich diese strukturell in der Einrichtung und methodisch in der Arbeit mit Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung umsetzen?
Die Fortbildung ist sehr praxisbezogen ausgerichtet, entsprechende Methoden und Materialien aus dem Bereich der Prävention werden vorgestellt und gemeinsam erprobt.
Zielgruppe |
PädagogInnen, PsychologInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen die mit Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung arbeiten
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Referentinnen |
Catarina Jörg, Dipl. Pädagogin,
Jg. 1968, Mitarbeiterin bei Wildwasser Marburg e.V.,
Traumaberaterin, Selbstbehauptungstrainerin
bei WenDo Marburg e.V |
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Risikoeinschätzung bei
möglicher Kindeswohlgefährdung
Fortbildung für „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach § 8a SGB VIII mit Schwerpunkt Sexueller Missbrauch
Der § 8a SGB VIII verpflichtet Einrichtungen der Jugendhilfe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, beispielsweise bei einem Verdacht auf sexuellen
Missbrauch, zum Handeln. Ziel ist die fachkundige Abschätzung des Gefährdungsrisikos. Hierbei besteht die gesetzliche Verpflichtung zum Einbezug einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“.
Den „i. e. Fachkräften“ wird im konkreten Fall der Begleitung einer Einrichtung eine Schlüsselrolle zukommen. Mit ihrer Kompetenz wird vielfach der Erfolg einer Abklärung bzw. Intervention stehen oder fallen. Von ihnen wird viel verlangt, nicht zuletzt weil standardisierte Verfahren der Risikoabschätzung im Fall eines möglichen sexuellen Missbrauchs weitgehend fehlen. Welches Wissen wird benötigt, um Fachkräfte in Einrichtungen bei möglicher Kindeswohlgefährdung zu begleiten?
Themen der Fortbildung:
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Stand der Fachdiskussion zu Aufgaben einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“
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Vorgehensweisen bei der Verdachtsabklärung
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Kriterien für Entscheidungen über den Einbezug von Sorgeberechtigten und betroffenen Kindern bzw. Jugendlichen
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Gestaltung von Explorationen mit Kindern und Jugendlichen zu belastenden Erfahrungen
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Verfahren, Möglichkeiten und Grenzen der Risikoeinschätzung bei möglichem sexuellen Missbrauch
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Datenschutz, „Meldepflicht“ und Informationsaustausch bei möglicher Kindeswohlgefährdung.
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Beweisstandards vor dem Familiengericht und relevante Gerichtsentscheidungen
Zielgruppe |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Beratungsstellen, die als „i.e. Fachkräfte“ nach § 8a SGB VIII angefragt werden können sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Träger, die trägerintern als „i.e. Fachkräfte“ fungieren (werden). |
ReferentInnen |
Dr. Heinz Kindler, Dipl-Psych.,
Sachverständiger
Agathe Eichner, Dipl. Soz. Päd.,
Supervisorin |
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Dem Schutzauftrag nachkommen
Hilfen zur Einführung des§ 8a SGB VIII
in Kindertageseinrichtungen
Das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen liegt den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sehr am Herzen. Bisher war es jedoch dem Engagement der Leitungen und MitarbeiterInnen überlassen, bei möglichen Gefährdungen des Kindeswohls schützend tätig zu werden.
Durch den § 8a SGB VIII gibt es nun erstmals einen gesetzlich verankerten Schutzauftrag, zu dem Einrichtungen und Dienste der Jugendhilfe über Vereinbarungen mit den Jugendämtern verpflichtet werden. Aus diesem Schutzauftrag erwachsen Anforderungen. In dieser Fortbildung wird des darum gehen, wie diese bestmöglich in den Abläufen der Einrichtung verankert werden können, so dass alle Beteiligten Handlungssicherheit haben, sobald ein Verdacht auftaucht.
Am Beispiel des Verdachts auf sexuellen Missbrauch wird ein idealtypischer Ablauf bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erarbeitet.
Folgende Fragen werden bearbeitet:
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Was ist sexueller Missbrauch?
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Wie entsteht ein Verdacht?
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Was können Anhaltspunkte sein?
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Welche Schritte sind bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch/eine Kindeswohlgefährdung sinnvoll?
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Wer ist wann in einen Hilfeprozess einzubeziehen?
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Was ist beim Datenschutz zu beachten?
Zielgruppe |
Leitungen und stellv. Leitungen von Kindertageseinrichtungen; MitarbeiterInnen, die voraussichtlich für die Einführung und spätere Umsetzung
des § 8a SGB VIII verantwortlich sein werden. |
Referentinnen |
Sibylle Härtl, Päd. MA
Adelheid Unterstaller, Päd. MA,
beide Mitarbeiterinnen bei
AMYNA e.V. |
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Noch Doktorspiel? Schon Übergriff?
Sexuelle Übergriffe unter Kindern
MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen werden immer wieder mit sexualisierten Verhaltensweisen von Kindern konfrontiert. Kinder entdecken ihren Körper und ihre Sexualität alleine oder zusammen mit anderen Kindern im sog. „Doktorspiel“, tragen unverarbeitetes Wissen aus ihrem Medienkonsum in die Tagesstätte und sind nicht zimperlich im Verwenden von sexualisierten Schimpfworten.
Spätestens wenn andere Kinder unfreiwillig miteinbezogen werden, ist die Verunsicherung groß: Wo müssen wir uns einmischen, wann die Kinder in Ruhe lassen? Was gehört zur altersgemäßen Entwicklung, wo läuft etwas schief? Und vor allem: Wo beginnt ein Übergriff und wann müssen wir die anderen Kinder schützen?
In der Fortbildung wird es zunächst einmal darum gehen, mehr Sicherheit zu bekommen:
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Welche Formen sexualisierten Verhaltens wollen wir in unserer Einrichtung akzeptieren?
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Was sind unerwünschte Verhaltensweisen?
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Wo beginnt ein sexueller Übergriff?
Danach werden wir uns in mehreren Schritten mit der Frage beschäftigen wie mit sexuellen Übergriffen unter Kindern in der Einrichtung umgegangen werden kann, was die betroffenen Kinder brauchen, wie den übergriffigen Kindern Grenzen gesetzt werden können und wie die Eltern mit einbezogen werden sollten. Nicht zuletzt wird es auch um die Frage gehen, was Einrichtungen bereits vorbeugend tun können, um Kinder in einem respektvollen Umgang miteinander zu fördern.
Zielgruppe |
Fachkräfte aus der Kindertagesbetreuung für Mädchen und Jungen im Kindergarten und Grundschulalter
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Referentinnen |
Sibylle Härtl, Päd. MA
Adelheid Unterstaller, Päd. MA,
beide Mitarbeiterinnen bei
AMYNA e.V.
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Sicher chatten?
Kinder im Internet
Immer mehr Kinder nutzen das Internet mit all seinen Möglichkeiten. Eltern und PädagogInnen begrüßen und unterstützen dies meist, ist dieses Medium doch mittlerweile für Bildung und Schule unerlässlich. Dennoch: In Chats z. B. werden Kinder immer wieder von Pädokriminellen kontaktiert, die die Vorzüge des World Wide Web für sich zu nutzen wissen. Der Vortrag zeigt auf
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welche Täterstrategien z. B. in Chats verfolgt werden
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welche Gefährdungen für Kinder dadurch entstehen können
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und welche Möglichkeiten des Schutzes von Eltern und PädagogInnen gemeinsam mit den Kindern beachtet werden sollten.
Der Vortrag bezieht sich auf Gefährdungen für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren und die daraus resultierenden Schutzmöglichkeiten.
Zielgruppe |
PädagogInnen, die mit Kindern arbeiten, Eltern sowie interessierte Einzelpersonen
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Referentin |
Christine Rudolf-Jilg, Dipl. Soz.Päd, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V. |
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Qualität durch Klarheit
Die Rolle der Leitung von Kinderkrippen beim Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderkrippen wollen einen möglichst optimalen Schutz von Mädchen und Jungen gewährleisten. Seit dem 1.10.2005 ist die Verpflichtung dazu auch gesetzlich geregelt (§ 8a, SGB VIII).
Wie dieser Schutz am besten realisiert und in der Einrichtung verbindlich verankert werden kann, darum wird es in dieser Fortbildung gehen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leitungsfunktionen kommt dabei eine besondere Rolle zu. In ihrer Hand liegt die Entscheidung und die Verantwortung, gemeinsam mit dem Team Strukturen zu gestalten, die einen optimalen Schutz der Mädchen und Jungen in der Einrichtung gewährleisten und ein strukturiertes und wohlüberlegtes Vorgehen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch in Kooperation mit den entsprechenden Fachstellen sichern.
Um diese Rolle gut ausfüllen zu können, sind Informationen und Auseinandersetzung mit der Thematik und mit den eigenen Fragen nötig. In dieser zweitägigen Fortbildung erhalten Sie Anregungen wie ein Interventionsplan in der Einrichtung aussehen könnte und was dabei zu beachten ist. Sie erhalten einen Überblick, welche rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden müssen und an wen Sie sich zur Klärung Ihrer einrichtungsspezifischen Fragen wenden können.
Zielgruppe |
Leitungen und Stellvertretungen der städtischen Kinderkrippen
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Referenten |
Sibylle Härtl, Päd. M.A.
Adelheid Unterstaller, Päd M.A.,
Mitarbeiterinnen bei AMYNA e.V.
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