Programm 2005/2006
Arrangierte Ehen arrangiertes
(Un-) Glück?
Ein Plädoyer für die klare Differenzierung zwischen
Zwangsverheiratung und arrangierten Ehen
Nicht mehr neu aber von der Presse erneut ins Blickfeld gerückt
scheint im Moment Zwangsheirat in Familien mit Migrationshintergrund
DAS Thema zu sein. Die berechtigte Sorge um Mädchen und junge
Frauen, die von ihren Eltern gezwungen werden, jemanden zu heiraten,
den diese für geeignet halten, ist groß. In München
sind Frauengremien und Stadträtinnen besorgt und versuchen,
durch Aktionen etwas dagegen zu tun.
Doch Zwangsehen sind äußerst selten und gelten
auch in der türkischen Bevölkerung als Menschenrechtverletzungen,
sagt Prof. Dr. Gaby Straßburger von der Kath. Hochschule für
Sozialwesen Berlin, die Heiratsverhalten von MigrantInnen türkischer
Herkunft untersucht hat.
In dem Vortrag geht es um die Ergebnisse dieser Untersuchung und
die Differenzierung zwischen arrangierten und erzwungenen Ehen sowie
darum, wie Präventionsmaßnahmen gestaltet sein sollten,
um Zwangsehen zu verhindern.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte, Fachkräfte aus dem
psychosozialen Bereich, PolitikerInnen, Frauenorganisationen |
Referentin |
Prof. Dr. Gaby Straßburger, Kath. Hochschule für
Sozialwesen, Berlin |
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Fachtagung: Prävention von sexuellem
Missbrauch
Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendarbeit
Manchmal kann es ganz schön dicht werden, wenn
mit Kindern und Jugendlichen in der Freizeitstätte oder im
Jugendclub gearbeitet wird. Selten ist man/frau nur der Pädagoge,
die Pädagogin. Die Kinder und Jugendlichen betrachten eineN
als Freund oder Freundin, als Vertrauensperson, manchmal aber auch
als GrenzensetzerIn, als HaushüterIn, als Autoritätsperson.
Nicht immer ist es einfach, die erwünschte Nähe für
einen guten Umgang miteinander herzustellen oder die
nötigen Grenzen persönlich oder für die Stimmung
im Haus zu setzen. In der Verantwortung der PädagogInnen liegt
es, die Beziehungen zu den Kids kritisch zu reflektieren und an
professionellem Handeln, das auch einer Teamdiskussion standhält,
auszurichten.
Mit dem Blick auf die Prävention von sexuellem Missbrauch
wollen wir uns bei dieser Fachkonferenz zur geschlechtsspezifischen
Arbeit mit folgenden Aspekten zum Thema Nähe und Distanz
in der Kinder- und Jugendarbeit auseinandersetzen:
-
Nähe und Distanz zu Kindern und Jugendlichen, mit denen
ich arbeite
-
Nähe und Distanz zwischen Kindern und Jugendlichen
-
Hausregeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Beispiele
vom Abenteuer-Spielplatz Berlin)
-
Verdachtsabklärung durch PädagogInnen? Wer kann mich
bzw. mein Team beraten oder unterstützen?
Die Kenntnis des Bausteins 1 Basisinformationen des
BJRs wird vorausgesetzt. MitarbeiterInnen des KJR München-Stadt
erhalten vorrangig die Möglichkeit teilzunehmen (kostenlos).
Zielgruppe |
Hauptberufl iche MitarbeiterInnen des KJR München-Stadt
sowie andere hauptberufl ich in der Kinder- und Jugendarbeit
Tätige
|
Referentin |
Stefan Port, Mitarbeiter bei kibs, Dipl. Soz.Päd. (FH)
Christine Rudolf-Jilg, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Dipl.Soz.Päd.
(FH), Computermedienpädagogin
Beate Steinbach, Projekt PräTect des Bayerischen
Jugendrings (Moderation) |
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Sicher Chatten?
Tipps für Eltern von Jugendlichen
Immer wieder sind Warnungen zu hören oder zu lesen. Pädophile
suchen Kontakte zu Kindern oder Jugendlichen in den von diesen so
heiß geliebten Chats. Erste Anbahnungen laufen dort und Kinder
und Jugendliche geraten in die Gefahr, erst virtuell und später
real sexuell missbraucht zu werden.
Eltern stehen den vielen Möglichkeiten des Internets zur Kontaktaufnahme
im Gegensatz zu ihren technikversierten Kids meist ratlos gegenüber
und können die Warnungen von PädagogInnen, aber auch das
müde Abwinken ihrer Kinder weder gewichten noch bewerten.
Der Abend soll einen Einblick geben, in die Möglichkeiten
die das Internet zur Kontaktaufnahme bietet, auf die Möglichkeiten
des Missbrauchs aufmerksam machen, aber auch praktische Hinweise
geben, wie Eltern gemeinsam mit ihren Kids wichtige Schutzmöglichkeiten
vereinbaren können.
Inhalte des Abends werden sein:
-
Vorstellung eines Jugendchats mit den verschiedenen technischen
Möglichkeiten
-
Wie funktioniert eigentlich ICQ bzw. MSN?
-
Gefahren im Internet
-
Möglichkeiten des Schutzes.
Im Anschluss an die praktische Demonstration sowie den Vortrag
gibt es die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen.
Zielgruppe |
Eltern und andere Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen;
interessierte Einzelpersonen
|
Referentin |
Kathrin Demmler, Studium des Lehramts Grundschule,
seit 1999 medienpädagogische Referentin mit dem
Schwerpunkt Multimedia am JFF Institut für Medienpädagogik
in Forschung und Praxis
Moderation: Christine Rudolf-Jilg, Dipl.Soz.Päd (FH)
und Computermedienpädagogin, AMYNA e.V. |
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Kommerzielle sexuelle Ausbeutung
Pornografie an Kindern
Für pornografische Ausbeutung benutzt zu werden, bedeutet
für die betroffenen Mädchen und Jungen nicht nur, einer
doppelten Ausbeutung ausgesetzt zu sein, es potenziert für
sie auch die Situation des Kontrollverlustes. Haben sie schon auf
die Missbrauchssituation kaum Einfluss, so kann dieser Missbrauch
nunmehr von Jedermann über Jahre und Jahrzehnte hinweg benutzt
werden. Nicht zuletzt das Internet hat diese Schaustellerei
pornografisch ausgebeuteter Kinder nahezu unendlich ausgedehnt und
sie allgemein verfügbar gemacht.
In der Beratungsarbeit mit Mädchen und Jungen mit sexuellen
Gewalterfahrungen braucht dieser Bereich darum spezifisches Hintergrundwissen
und besondere Aufmerksamkeit.
Im Vortrag soll es um folgende Themen gehen:
-
Ein kurzer Überblick über die Problematik: Spezifik
und Ausmaß der Tat; Situation der Betroffenen; Täter,
Nutznießer und Konsumenten von Kinderpornografie
-
Möglichkeiten und Grenzen der Strafverfolgung
-
Eckpfeiler und Kriterien für die Beratungs-, Präventions-
und Öffentlichkeitsarbeit im Kontext pornografischer Ausbeutung
von Kindern
Zielgruppe |
Fachleute, insbesondere aus der Beratungsarbeit mit Kindern
und Jugendlichen; andere Interessierte
|
Referentin |
Gisela Wuttke, Münster, Diplom-Pädagogin, Autorin
der Studie: Pornographie an Kindern
|
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Andere Normen andere Werte?
Prävention von sexuellem Missbrauch in der Arbeit mit SpätaussiedlerInnen
Sexueller Missbrauch kommt überall auf der Welt und in allen
Kulturen vor. Kinder und Jugendliche, egal welchen Hintergrund und
welche Herkunftsgeschichte sie haben, sind davon betroffen. Und
doch: Die Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch,
aber auch die Möglichkeiten der Intervention sind oftmals abhängig
von kulturellen Werten und Normen.
Um Kinder und Jugendliche schützen zu können, ist es
daher wichtig, deren Lebensbedingungen, aber auch die kulturellen
Hintergründe, ihre Normen und Werte, zu kennen. Welche Rahmen-
oder Lebensbedingungen erleichtern sexuelle Übergriffe gegenüber
Mädchen und Jungen, deren Eltern Spätaussiedler sind?
Gibt es Gefährdungsmomente, die besonders zu beachten wären?
Wie kann und muss Prävention, aber auch Intervention aussehen?
Mit dieser Frage soll sich der Abend beschäftigen.
Inhalte des Abends werden daher sein:
-
Hintergrundwissen zu SpätaussiedlerInnen (Geschichte,
Lebenswege, Lebensbedingungen in Deutschland, Selbstorganisation
von SpätaussiedlerInnen)
-
Gibt es spezifische Gefährdungsmomente?
-
Was sollte in der Pävention und Intervention von sexuellem
Missbrauch besondere Beachtung finden?
-
Prävention von sexuellem Missbrauch in der DJO
Erfahrungen aus der praktischen Arbeit
Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.
Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der
DJO-Deutsche Jugend in Europa und AMYNA, Institut zur Prävention
von sexuellem Missbrauch.
Zielgruppe |
Hauptberufliche PädagogInnen, aber auch Ehrenamtliche,
die mit Kindern oder Jugendlichen von Spätaussiedlern
arbeiten
|
Referentin |
Wolfgang Wilfling, Dipl.Soz.Päd. (FH), DJO-Deutsche
Jugend in EuropaN.N., DJO-Deutsche Jugend in Europa
Moderation: Parvaneh Djafarzadeh und Christine Rudolf-Jilg,
AMYNA e.V.
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Sexueller Missbrauch durch Professionelle
in Institutionen
In Institutionen, in denen intensive professionelle Beziehungen
zwischen Erwachsenen und Kindern aufgebaut werden, die der Betreuung,
Beratung, Begleitung und Behandlung dienen, ist die Gefahr eines
Vertrauensmissbrauchs gegenüber Abhängigen besonders hoch.
Die immer wieder in den Medien dokumentierten Missbrauchsfälle,
z.B. in Form sexueller Übergriffe durch Jugendbetreuer, Priester
und Sporttrainer gegenüber Kindern, sorgen für viel Aufsehen.
Es zeigt sich, dass Kinder, die sich in die Obhut von Professionellen
und ehrenamtlich Tätigen begeben und deren Eltern nicht uneingeschränkt
darauf vertrauen können, dass sich Erwachsene ihrer Verantwortung
gegenüber Schutzbefohlenen bewusst sind.
Eine große Verantwortung lastet auf den Institutionen und
Trägern unter deren Dach die Übergriffe passieren. Neben
der Frage, wie es in professionellen Kontexten zu sexuellem Missbrauch
kommen kann, wird es in der Veranstaltung darum gehen, Einrichtungen
Informationen an die Hand zu geben, welche vorbeugenden Maßnahmen
sinnvoll sind, wie der Schutz der Mädchen und Jungen verbessert
werden kann und welche Schritte der Intervention bei einem Verdacht
ergriffen werden können.
Zielgruppe |
Verantwortliche und MitarbeiterInnen aus allen Einrichtungen,
die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben sowie andere
Interessierte |
Referentin |
Prof. Dr. Mechthild Wolff, Fachhochschule Landshut, Fachbereich
Soziale Arbeit
|
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Und dann ein Schlag in
die ...!
Standards für die Bewertung von Selbstbehauptungs-
und Selbstverteidigungskursen
Prävention von sexuellem Missbrauch ist mehr
als ein Selbstbehauptungs- oder Selbstverteidigungskurs. Prävention
von sexuellem Missbrauch geht vor allem die Erwachsenen in unserer
Gesellschaft an. Doch der Gedanke ist verführerisch: Die Schule,
die Freizeitstätte oder die Eltern organisieren einen Kurs
für ihre Mädchen und/oder Jungen und haken damit die Aufgabe
des Schutzes von Kindern und Jugendlichen erstmal erleichtert ab,
in der Hoffung, dass sich ihre Kinder von nun an alleine schützen
könnten.
Dieses Bedürfnis nach einfachen Lösungen
machen sich immer mehr Menschen zunutze. Immer mehr schwarze
Schafe tummeln sich unter den AnbieterInnen von Selbstbehauptungs-
und Selbstverteidigungskursen. Die Kurse sind in der Regel teuer
und doch gibt es häufig Wartelisten für einen Termin.
Wer eine Zusage erhält, fragt dann oft nicht nach der Qualität
des Kurses.
Im Vortrag wird es darum gehen, Kriterien für
die Auswahl guter Kurse zu geben, aber auch der Frage nachzugehen,
was Prävention darüber hinaus bedeutet. Inhalte des Abends
werden daher sein:
-
Qualitätsstandards bei Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen
-
Wie finde ich einen guten Selbstverteidigungskurs?
-
Kurse für Jungen? Ist das nötig?
-
Wo gibt es Zuschüsse?
-
Wie geht Prävention weiter?
Zielgruppe |
Lehrerkräfte, Mädchen- und Jungenbeauftragte an
Schulen
Hauptberufl iche PädagogInnen und Ehrenamtliche, die
in der außerschulischen Bildungsarbeit tätig sind
Elternbeiräte sowie einzelne Interessierte
Eltern von Kindern und Jugendlichen ab dem Grundschulalter |
Referentin |
Christine Rudolf-Jilg, Dipl.Soz.Päd. (FH) und Computermedienpädagogin,
AMYNA e.V.
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Schwierige Jungen
in der Grundschule
Sexueller Missbrauch als mögliche Ursache für Verhaltensauffälligkeiten
von Jungen
Fachtag
Zunehmend werden Lehrkräfte im Schulalltag mit verhaltensauffälligen
Kindern konfrontiert. Diese Verhaltensauffälligkeiten können
auch bei Jungen vor dem Hintergrund sexueller Gewalterfahrungen
gesehen werden eine Perspektive, der bislang viel zu wenig
Beachtung beigemessen wurde. In der Fortbildung wird es darum gehen
Unsicherheiten im Zusammenhang mit dieser Problematik zu bearbeiten
und die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in ihrer professionellen
Handlungsfähigkeit zu unterstützen.
Immer noch ist die Tatsache, dass auch Jungen von sexuellem Missbrauch
betroffen sind, stark tabuisiert. Auch die Jungen selber tendieren
oft dazu dieses Problem zu bagatellisieren. Missbrauch als Ursache
von Verhaltensauffälligkeiten wird deshalb oft gar nicht in
Betracht gezogen.
Jungen, die sexuelle Übergriffe erlebt haben, verarbeiten diese
Erfahrung auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Neben Internalisierungen
wie Angst, Furcht, Depression und geringem Selbstwert können
auch aggressives, antisoziales Verhalten und unangebrachtes Sexualverhalten
eine Folge von sexueller Gewalt sein. An den Verhaltensauffälligkeiten
allein lässt sich jedoch nicht feststellen, ob sexuelle Gewalt
die Ursache ist oder der Junge andere Probleme auslebt. Deshalb
ist es wichtig einen guten und vertrauensvollen Kontakt aufzubauen
bzw. zu halten.
In der Fortbildung wird es darum gehen
-
auf welche Weise Jungen versuchen, sexualisierte Erfahrungen
zu verarbeiten und welche geschlechtsspezifischen Aspekte diesbezüglich
zu beachten sind
-
wie Sie diese Jungen unterstützen können
-
wie Sie mit grenzverletzendem und aggressivem Verhalten von
Jungen gegenüber MitschülerInnen und Lehrkräften
umgehen können.
-
wie abgeklärt werden kann, ob Verhaltensauffälligkeiten
mit einem sexuellen Missbrauch in Zusammenhang stehen und welche
außerschulischen Kooperationen in dieser Abklärungsphase
für Sie hilfreich sein können.
-
wo Sie angesichts dieses Themas, das in der Regel Gefühle
von Hilflosigkeit und Angst auslöst Hilfe und Unterstützung
bekommen können
Zielgruppe |
Lehrkräfte aus Grundschulen, Beratungslehrer und -lehrerinnen,
SchulpsychologInnen |
Referenten |
Ulrike Tümmler-Wanger, Peter Mosser, MitarbeiterInnen
von kibs, München |
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Im Interesse der Kinder und Jugendlichen!
Prävention von sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit
Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit sind oft überlastet.
Neben ihrem realen Job und/oder einem Studium sind sie in ihrer
Freizeit abends und am Wochenende noch zuständig für Gruppenstunden,
Kinder- und Jugendfreizeiten, Jugendbildungsmaßnahmen, die
eigene Fortbildung ... .
Zudem wird die ehrenamtliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen
nicht einfacher. Die Mittel für die Arbeit werden immer knapper,
die Konflikte in den Gruppen nehmen zu, die Kinder oder Jugendlichen
konfrontieren die Gruppenleiter/innen mit immer schwierigeren Problemlagen.
Von allen Seiten werden Anforderungen gestellt.
Warum sollten sich Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit
nun auch noch dem Thema Prävention von sexueller Gewalt
in der Kinder- und Jugendarbeit zuwenden?
Das Thema hat eine hohe Relevanz in der tagtäglichen Arbeit
mit eventuell betroffenen Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich
können gerade Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen viel tun,
um Übergriffe innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit zu verhindern,
aber auch um selbst nicht in einen falschen Verdacht zu geraten.
Während der Fortbildung werden folgende Informationen vermittelt:
-
Basisinformationen zu sexueller Gewalt
-
Täterstrategien
-
Rechtliche Grundlagen
-
Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit
-
PräTect ein Projekt des Bayerischen Jugendrings
-
Beratungs- und Hilfsangebote für Gruppenleiter/innen
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Tag soll ein Grundrüstzeug
für die weitere ehrenamtliche Arbeit darstellen. Die Fortbildung
ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen AMYNA, dem KJR München-Stadt
und der Münchner Sportjugend. Die Teilnahme an der Fortbildung
berechtigt zur Verlängerung der JULEICA für den Bereich
der Münchner Sportjugend.
Zielgruppe |
MitarbeiterInnen der Münchner Sportvereine und Jugendverbände,
der Sportvereine des Bezirks Oberbayern sowie weitere in der
Kinder- und Jugendarbeit in München tätige Ehrenamtliche
|
Referentin |
Christine Rudolf-Jilg, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Dipl.Soz.Päd.
(FH), Computermedienpädagogin |
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Anna wehrt sich!
Präventive Arbeit mit geistig behinderten Mädchen und
jungen Frauen
Aufgrund des großen Interesses wurde diese Fortbildung nochmals
ins Programm aufgenommen.
Wildwasser Würzburg hat im Rahmen eines Projektes zwei Broschüren
entwickelt, die sich an Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung
richten. Sie thematisieren die Realität von sexualisierter
Gewalt gegenüber dieser Zielgruppe und zeigen Handlungsmöglichkeiten
für die betroffenen Mädchen und jungen Frauen auf.
Viele pädagogische Mitarbeiter/innen in Einrichtungen wissen,
dass gerade geistig behinderte Mädchen einer Risikogruppe
in Bezug auf sexuelle Gewalt angehören. Doch der pädagogische
Alltag und die Unsicherheit, wie dieses Thema adäquat anzusprechen
ist, verhindern häufig die dringend nötige präventive
Arbeit mit den Mädchen und jungen Frauen.
Wir wollen an diesem Tag anhand der vorliegenden Broschüren
-
diese und weitere Materialien zur Prävention kennen lernen
-
Anregungen für die eigene praktische Arbeit geben
-
Informationen über Täterstrategien vermitteln
-
über Möglichkeiten einer eventuellen Verdachtsabklärung
sprechen
-
sowie geeignete Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten durch
Fachberatungsstellen vorstellen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Tag soll das nötige
Basiswissen für pädagogische Fachkräfte, die mit
dieser Zielgruppe arbeiten, vermitteln.
Zielgruppe |
Pädagogische Fachkräfte in Förderschulen,
heilpädagogischen Tagesstätten, Integrationseinrichtungen,
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
|
Referentin |
Elisabeth Kirchner, Dipl. Psych., Wildwasser Würzburg
e.V., Projekt Sexueller Missbrauch und Behinderung
Susanne Kaiser., Dipl. Soz.Päd., Systemische Familientherapeutin,
Wildwasser Würzburg
|
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Ressourcenorientierte Arbeit
mit traumatisierten Mädchen mit Migrationshintergrund
Flucht und Migration stellen hohe Anforderungen dar, die nicht
leicht zu bewältigen sind. Sie bergen gleichzeitig aber auch
die Hoffnung auf ein besseres Leben. Flucht- und Migrationerfahrungen
können für Mädchen traumatische Elemente beinhalten.
Ein wenig willkommenheißendes Aufnahmeland ist ein zusätzliches
Risiko, noch mehr Verletzungen zu erleiden.
Mit dem Wissen um die schwierige Situation und die traumatische
Erfahrungen ist es für Fachfrauen oft nicht leicht, den Blick
auf die Ressourcen der Mädchen zu richten. Der Ansatz an den
Ressourcen ist jedoch ein wichtiger Faktor bei der Unterstützung
traumatisierter Mädchen, weil er den Mädchen hilft, ihre
mitgebrachten Potenziale zu nutzen und wieder Zugang zu ihren eigenen
Stärken zu bekommen.
In der Fortbildung wird es um folgende Themen gehen.
-
Wie kann im Wissen um traumatische Erfahrungen der Blick auf
die Ressourcen der Mädchen mit Migrationshintergrund gerichtet
werden?
-
Was brauchen gerade einheimische Fachfrauen, um die Situation
der Mädchen verstehen zu können und ihr Blickfeld
auch in Richtung Ressourcen zu erweitern?
-
Welche eigenen kulturellen Grenzen und Blockaden müssen
dabei überwunden werden?
-
Wie kann ressourcenorientierte Arbeit mit traumatisierten Mädchen
in den unterschiedlichen Feldern pädagogischer und psychosozialer
Arbeit konkret aussehen?
Neben dem theoretischen Input wird in dieser Fortbildung mit psychodramatischen
Methoden gearbeitet. Insofern ist die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme
an Übungen wünschenswert.
Zielgruppe |
Fachfrauen aus den Bereichen Jugendhilfe, Beratung, Schule,
Schulsozialarbeit, ASD
|
Referenten |
Monika Baldus Psychologische Psychotherapeutin, Feministische
Psychodramatherapeutin
Parvaneh Djafarzadeh (Dipl. Päd.), AMYNA e.V.
|
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Nicht harmlos
Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen
Wer mit Jugendlichen arbeitet ist auch mit sexuellen Übergriffen
konfrontiert. Das, was in der praktischen Arbeit Tag für Tag
erlebt wird, wie sexualisierte Beleidigungen, unerwünschte
Anmache, Angrapschen findet wie erste Untersuchungen bestätigen
seine Fortsetzung in sexuellen Kontakten, die durch Manipulation,
Drohung und Einsatz von Gewalt erzwungen werden, z.B. als daterape.
Meist gehen die Übergriffe von Jungen aus, manchmal sind aber
auch Mädchen die Akteurinnen.
Ziel dieser Fortbildung ist es einen Überblick über die
Problematik zu geben, der es erleichtert, das Ausmaß einzuschätzen
und sexuelle Übergriffe von ungeschickten Kontaktaufnahmeversuchen
zu unterscheiden sowie Einrichtungen in ihrer Haltung und im konkreten
Umgang mit der Problematik zu unterstützen.
Themen der Fortbildung werden u.a. sein:
-
Was sind Übergriffe? Grenzen zwischen Offenheit im Umgang
mit Sexualität und Übergriffen
-
Ausmaß, Folgen für Opfer und TäterInnen
-
Aufgaben der Institutionen
-
Coder of conduct Ethikrichtlinien für
die Einrichtungen
-
Pädagogische Möglichkeiten im konkreten Umgang mit
der Problematik
-
Partizipation von Jugendlichen bei der Entwicklung von Richtlinien
und deren Umsetzung
-
Umgang mit der Öffentlichkeit und GeldgeberInnen
Zielgruppe |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Einrichtungen der stationären
Jugendhilfe und aus der offenen Jugendarbeit
|
Referent |
Kai Sachs, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft
gegen Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, DGgKV,
Kiel
|
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Sexueller Missbrauch als Kindeswohlgefährdung
in der Jugendhilfe
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sexueller Missbrauch in der
Jugendhilfe als wichtiges Thema erkannt. An vielen Orten existieren
wohlbegründete Standards zum Vorgehen bei der Verdachtsabklärung.
Trotzdem befi ndet sich das Feld aufgrund neuer Inputs aus praxisorientierter
Forschung auch weiterhin in Entwicklung.
Ziel dieses Seminars ist es, Fachkräfte mit neuen Entwicklungen
vertraut zu machen und praktische Auswirkungen anhand konkreter
Fälle zu diskutieren.
Themen der Fortbildung werden sein
-
Disclosure Was bewegt Kinder Missbrauchserfahrungen
Dritten anzuvertrauen und wie kann das für die konkrete
Arbeit nutzbar gemacht werden?
-
Exploration und Verdachtsabklärung bei Vorschulkindern
-
Einschätzungsaufgaben von Fachkräften jenseits der
Verdachtsabklärung (z.B. Risikoeinschätzung, elterliche
Erziehungsfähigkeit)
-
Evidenzbasierte Bausteine der Sicherheitsplanung bei nicht
auszuräumendem Verdacht.
Methoden: Vorstellung und Diskussion des aktuellen Forschungsstandes,
Gruppenarbeit, Training von Explorationssituationen, Fallarbeit.
Zielgruppe |
Fachkräfte aus dem Bereich der Jugendhilfe, MitarbeiterInnen
des ASD, MitarbeiterInnen aus Beratungsstellen
|
Referenten |
Dr Heinz Kindler, Dipl. Psych., forensischer Sachverständiger
Agathe Eichner, Dipl. Soz. Päd., Supervisorin
|
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Interkulturelle Jungen- und Mädchenarbeit
als Ansatz zur Prävention von (sexueller) Gewalt
Mädchen- und Jungenarbeit haben über Jahrzehnte geschlechtsbezogene
Konzepte der (Gewalt-)Prävention entwickelt, erprobt und weiterentwickelt.
Aus der Erkenntnis heraus, dass sinnvolle Prävention von körperlicher,
sexualisierter oder seelischer Gewalt möglich ist, wenn es
gelingt, die Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen angemessen
zu berücksichtigen, ging es vor allem darum, einerseits die
Kinder und Jugendlichen in ihrer Wahrnehmung und in ihrer Fähigkeit
zur Selbstbehauptung zu stärken. Andererseits ist es aber auch
hilfreich, wenn das soziale Umfeld mit seinen kulturellen Besonderheiten
im Umgang mit Grenzverletzungen ebenfalls berücksichtigt wird,
wofür die interkulturelle Pädagogik vielfältige Zugänge
erarbeitet hat.
Wenn wir uns vor Augen führen, dass sowohl das Ausüben
als auch das Erfahren von Gewalt einerseits geschlechtstypisch und
andererseits soziokulturell verarbeitet und begründet wird,
dann verspricht die Synergie dieser drei Zugänge (Jungenarbeit,
Mädchenarbeit und interkulturelle, antirassistische Pädagogik)
eine deutliche Erleichterung für den Alltag.
-
In dieser Fortbildung werden praxiserprobte Konzeptionen,
Methoden und Zugänge zu Jungen und Mädchen unterschiedlicher
Herkunft vorgestellt
und beispielhaft erprobt.
-
Theoretische Impulse wechseln sich mit Methodenbeispielen ab.
-
Modelle werden vorgestellt und von den Teilnehmenden auf die
Alltagspraxis in ihren Feldern hin diskutiert.
Die Veranstaltung richtet sich an PraktikerInnen aus mindestens
einem der Bereiche: Mädchenarbeit, Jungenarbeit, interkulturelle
Pädagogik, und Gewalt oder sexuelle Gewalt, die von den Zugängen
der anderen profitieren möchten und eigene Kenntnisse gerne
einbringen können.
Zielgruppe |
PädagogInnen, SozialpädagogInnen, aus dem offenen
Jugendbereich, LehrerInnen sowie Fachfrauen und -männer
aus den Bereichen: Mädchenarbeit, Jungenarbeit, interkulturelle
Pädagogik, und Gewalt oder sexuelle Gewalt
|
Referenten |
Olaf Jantz, MEDIUM e.V. und mannigfaltig e.V., Hannover
Sylke Meister, MEDIUM e.V. und Frauengesundheitszentrum Göttingen
e.V.
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nach oben
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