Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt e.V.
Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch

 
 

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Programm 2001/2002

Arbeitsfeld offene, koedukative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Prävention von sexualisierter Gewalt

Vortrag

Typisch für das Arbeitsfeld der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist, dass es sehr vielfältig ist – sowohl was die angesprochenen Zielgruppen als auch was die pädagogischen Angebote und Methoden betrifft.

Daraus ergeben sich für Pädagoginnen manchmal auch widersprüchlich erscheinende Aufträge und Interessenlagen – zum Beispiel, wenn gleichzeitig eine verhaltensauffällige und aggressive Jungenclique und die netten Mädchen aus der Nachbarschaft angesprochen und erreicht werden sollen; oder wenn eine aggressive Mädchenclique mit sexistischen Sprüchen verhindert, dass sich andere Mädchen in die Einrichtung trauen, etc.

In dem Vortrag werden Bedingungen dieses Arbeitsfeldes reflektiert in bezug auf die Frage, wie sich in diesem offenen und koedukativen Rahmen Prävention umsetzen lässt – insbesondere in Hinblick auf die sexualisierte Gewalt, die eventuell direkt im Zusammenhang der offenen Arbeit stattfindet. Dabei werden fachliche Standards entwickelt und vorgestellt sowie methodische Anregungen gegeben.

 

Zielgruppe

Pädagoginnen, die in den angegebenen oder ähnlichen Arbeitsfeldern arbeiten

Referentin

Ulrike Moeller, Dipl. Sozialpäd. (FH) und Erwachsenenpädagogin, mit Zusatzqualifikationen in Feministischer Bildungs- und Sozialarbeit und Erlebnispädagogik. Langjährige Erfahrung in offener Jugendarbeit, haupt- und freiberuflich tätig als Fachreferentin für geschlechtsspezifische Jugendarbeit, insbesonderer Arbeit mit Mädchen


Traumatisierung von Flüchtlingskindern

Vortrag

Flüchtlingskinder erfahren vielfältige Traumatisierungen, darunter auch sexuelle Gewalt: in ihrer Heimat, auf der Flucht und hier im Exil.

Im Vortrag geht es um die rechtliche Situation der Mädchen und Jungen, um ihre Lebensbedingungen hier in Deutschland und um die Frage wie diese verbessert werden müssen, um traumatisierten Kindern angemessen Schutz und Unterstützung zu geben.

Es geht um die Möglichkeiten der Behandlung und Therapie, aber auch um die Frage was Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe und Mitarbeiterinnen der Unterkünfte tun können, um einen unterstützenden Umgang mit den Mädchen und Jungen zu entwickeln.

Am 20. November jährt sich zum 12. Mal die Verabschiedung der Kinderrechtskonventionen durch die Vereinten Nationen. Wir haben dieses Datum für den Vortrag gewählt, weil die Umsetzung dieser Kinderrechte in der Bundesrepublik, gerade was Flüchtlingskinder betrifft, nach wie vor nicht konsequent durchgeführt wird, obwohl sie bereits 1992 von der Bundesregierung ratifiziert wurden.

 

Zielgruppe

interessierte Frauen, insbesondere Fachfrauen, die im psychosozialen und medizinischen Bereich mit Mädchen und Jungen mit Fluchterfahrungen arbeiten

Referentin

Anni Kammerlander, Geschäftsführerin von Refugio München, Dipl. Sozialpädagogin, Familientherapeutin

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Wahrnehmen und Handeln verändert – Zur Präventionsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen

Fortbildung

Die Notwendigkeit Mädchen und junge Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen vor sexualisierter und anderer Gewalt zu schützen und präventive Maßnahmen für sie anzubieten, gerät immer häufiger in das Blickfeld sozialer Arbeit.
Die gesellschaftliche Situation der Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung ist geprägt von Isolation, Abhängigkeit und Diskriminierungen - ideale Bedingungen für das Ausleben von Macht und Gewalt durch Täter. Fachkräfte, die mit Mädchen und jungen Frauen arbeiten, sind mit diesen äußeren Bedingungen, aber auch mit einrichtungsinternen Gegebenheiten konfrontiert.

In der Fortbildung werden die Ursachen sexualisierter und anderer Gewalt an Mädchen und jungen Frauen mit Körper-, Sinnes-, geistiger und Mehrfachbehinderung benannt und unterschiedliche Möglichkeiten präventiver Alltagsarbeit entwickelt. Der Ausgangspunkt ist eine Pädagogik, die selbstbestimmtes Leben als Grundlage einer präventiven Haltung zur Zielrichtung hat.

An Beispielen aus meiner Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen mit Mehrfachbehinderungen werde ich Möglichkeiten für Präventionsansätze aufzeigen, die auch in der Arbeit der Teilnehmerinnen durchführbar sind. Dazu gehören u.a. Mädchengruppen und geschlechtsspezifisch-differenzierte Ansätze in der koedukativen Alltagsarbeit.

 

Zielgruppe

Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Heilpädagoginnen, Lehrerinnen und andere Fachfrauen aus der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen.

Referentin

Franziska Swars; Sonderschullehrerin (Arbeit mit mehrfachbehinderten Jugendlichen); Ausbildung in Sozialtherapeutischem Rollenspiel (ASIS); Wen-Do-Trainerin; seit 8 Jahren Beschäftigung mit der Thematik sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen mit Behinderung; seit 4 Jahren geschlechtsspezifisch-differenzierte Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen mit Mehrfachbehinderungen im Rahmen einer Förderschule im Bundesmodellprojekt „Mittendrin".

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Anerkennende und ressourcenorientierte Arbeit mit Mädchen mit Migrationshintergrund

Fortbildung

Als ein zentrales Moment der Prävention von sexuellem Missbrauch gilt die Förderung des Selbstbewusstseins von Mädchen (und Jungen). Zur Förderung des Selbstbewusstseins sind der Aufbau und die Verstärkung von positiven Selbstbildern sowie eine Orientierung an den vorhandenen Stärken und Ressourcen von Kindern und Jugendlichen notwendig. Dieser Ansatz erweist sich in der präventiven Arbeit mit Mädchen mit Migrationshintergrund als schwierig. Die bei den Mehrheitsangehörigen vorherrschenden negativen Stereotype über Mädchen mit türkischem bzw. muslimischen Hintergrund - als sich den Vorgaben ihrer traditionell orientierten Eltern passiv fügenden Opfer - erlauben es pädagogischen Mitarbeiterinnen der Dominanzkultur kaum, ein positives Selbstbild bei diesen Mädchen zu erzeugen. Ähnlich ist es mit der Orientierung an den Stärken und Ressourcen der Mädchen. Ressourcen unterliegen mit gesellschaftlichen Normen und Werten auch sozialen Bewertungskriterien. Was in einem bestimmten sozialen Zusammenhang als Ressource bewertet wird, kann in einem anderen Zusammenhang bedeutungslos sein. Ressourcen und Stärken, die nicht dem eigenen Wertgefüge bzw. der eigenen Erfahrungswelt entsprechen, können weder erkannt, noch anerkannt werden.

In der Fortbildung wird es darum gehen, Wege zu suchen, wie Mädchen mit Migrationshintergrund in ihrem Selbstbewusstsein gefördert werden können und wie ihnen dabei geholfen werden kann Zugang zu ihren Stärken und Ressourcen zu bekommen. Dazu ist auch die Reflexion über die eigenen stereotypen Zuschreibungen wichtig. Mit Hilfe von theoretischen Inputs, Sensibilisierungsübungen, Reflexionen und theaterpädagogischen Elementen soll eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik erfolgen.

 

Zielgruppe

Sozialpädagoginnen/Sozialarbeiterinnen, die mit Mädchen mit Migrationshintergrund arbeiten

Referentin

Berrin Özlem Otyakmaz, geb. 1967, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Essen im Fachbereich interkulturelle Pädagogik, Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Sozialisationsbedingungen von Migrantinnen, Interkulturelle Mädchenarbeit, Migration und Sucht sowie interkulturelle Diagnostik.

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Lebenswelten junger Migrantinnen – Konsequenzen für die interkulturelle Mädchenarbeit

Vortrag

Die Lebenssituation von jugendlichen Migrantinnen ist ebenso vielschichtig wie die Lebenssituation von deutschen Mädchen und jungen Frauen. Sie machen positive wie negative Erfahrungen, haben Erfolge und Misserfolge. Ebenfalls vielschichtig sind die Konflikte, die aus ihren Lebenssituationen erwachsen. Sie haben Konflikte mit ihren Eltern, haben Liebeskummer, Stress mit den FreundInnen, Schulprobleme, Pubertätskonflikte Identitätsfindungsschwierigkeiten. Im Gegensatz zu jungen deutschen Frauen und Mädchen werden ihre Probleme allerdings oftmals reduziert als Folge des Aufwachsens mit zwei verschiedenen Kulturen begründet. Hätten die Mädchen die Wahl, „zwischen den Kulturen" zu entscheiden, würde die Entscheidung eindeutig zugunsten einer deutschen Lebensweise fallen, denn es wird allgemein angenommen, dass junge Migrantinnen die Kulturen ihrer Eltern als traditionell, patriarchalisch und daher ablehnenswert empfänden und gezwungen seien, sich den Reglements der Eltern wenigstens äußerlich zu unterwerfen. Am Beispiel der Diskurse um die familiäre Situation und die Identität von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund wird der Vortrag neben einer kritischen Auseinandersetzung mit der herkömmlichen stereotypen Darstellung dieser Personengruppe seitens der Mehrheitsgesellschaft auf eigene Perspektiven der jungen Migrantinnen zu Themen wie Familie, Identität oder Rassismuserfahrungen eingehen. Daraus werden Schlussfolgerungen für eine interkulturelle Mädchenarbeit gezogen, die diese subjektiven Lebens- und Erfahrungswelten berücksichtigt.

 

Zielgruppe

Sozialpädagoginnen/Sozialarbeiterinnen, die mit Mädchen mit Migrationshintergrund arbeiten

Referentin

Berrin Özlem Otyakmaz, geb. 1967, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Essen im Fachbereich interkulturelle Pädagogik, Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Sozialisationsbedingungen von Migrantinnen, Interkulturelle Mädchenarbeit, Migration und Sucht sowie interkulturelle Diagnostik.

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Prävention von sexuellem Missbrauch auch im Hort!

Fortbildung

„Nicht noch ein zusätzliches Thema" ist vielleicht der erste Gedanke einer Pädagogin, die diese Überschrift liest, „wir haben im Hort nun wirklich genug zu tun!"

Doch Präventionsarbeit muss kein zusätzliches Thema und keine Mehrbelastung sein. Sie lässt sich in den Hortalltag integrieren, kann Spaß machen und liefert Ideen, die den Arbeitsalltag mit den Mädchen und Jungen interessanter machen können. Es geht um Respekt, um Grenzen und Bedürfnisse und um Selbstbewusstsein. In der Fortbildung wird ein erster Einblick in die Präventionsarbeit vermittelt. Wir werden einige Methoden ausprobieren, die auch im Hortalltag angewendet werden können.

Aber was ist, wenn im Hort der Verdacht aufkommt, dass ein Mädchen oder ein Junge sexuell missbraucht wird? Welche Verantwortung trägt hier das Team, die Leitung und die einzelne Erzieherin? Was kann zur Verdachtsabklärung und zum Schutz des betroffenen Kindes getan werden? Wo bekommen die Mitarbeiterinnen Hilfe und Unterstützung?

Auch diesen Fragen werden wir uns in der Fortbildung ausführlich widmen.

Darüber hinaus werden, je nach Bedarf der Teilnehmerinnen, allgemeine Informationen zum sexuellen Missbrauch, zu Tätern und zu Täterstrategien vermittelt.

An dieser Stelle möchten wir auf die Fortbildung „Mädchen und Jungen im Hort-Alltag - Entwicklungsräume entdecken" von Kerstin Frank hinweisen, die sich ebenfalls an Hortmitarbeiterinnen richtet und die einen wesentlichen Aspekt der Präventionsarbeit behandelt: den der geschlechtsdifferenzierten Arbeit. Die Fortbildung findet am 26. und 27. Juni ebenfalls bei AMYNA e.V. statt. Frauen, die beide Fortbildungen zusammen buchen, erhalten eine Ermäßigung.

 

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen aus dem Hortbereich

Referentin

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Sozialbetriebswirtin (bfw/itw_FHM), Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Zusatzualifi-kation in feministischer Bildungsarbeit (GAIA)

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Die interkulturelle Herausforderung im Kindergarten – Was sind die Voraussetzungen einer erfolgreichen interkulturellen Präventionsarbeit?

Fortbildung

Was muss ich wissen, wenn ich mit Kindern aus anderen Kulturen präventiv zu sexuellem Missbrauch arbeiten möchte? Muss ich viel über Kulturen wissen? Reicht es, wenn ich mir über Kulturen Wissen aneigne? Wie kann ich mein Wissen umsetzen, wenn andere Kulturen für mich fremde Werte beinhalten?

Das sind Fragen, die sich ErzieherInnen oft stellen, weil sie mit der herausfordernden interkulturellen Arbeit konfrontiert sind und ihre Arbeit optimal verrichten wollen. Es passiert nicht selten, dass sich das Fachpersonal von Kindergärten mit solchen Fragen und hundert anderen überfordert. Dabei bleiben zentrale Themen der interkulturellen Arbeit aus, weil sie vor lauter Überforderung noch mehr Themen zum Nachdenken vermeiden möchten. In der Fortbildung gibt es Rahmen und Gelegenheit für die Teilnehmerinnen, ihre Fragen zu stellen, Antworten zu bekommen und sich darüber auszutauschen.

Ziel der Fortbildung ist es, einen ersten Einblick in die Präventionsarbeit im Kindergarten mit Kindern aus migrierten Familien und auch deutschen Kindern zu geben. Die interkulturelle Arbeit und ihre Bedeutung für die Prävention von sexuellem Missbrauch steht im Mittelpunkt. Dabei ist die Funktion von Machtverhältnissen zwischen Erwachsenen und Kindern, Eltern und Kindern zentral, weil Machtverhältnisse sexuelle Gewalt begünstigen. Negativ wertende ethnozen-tristische Missverständnisse und Vorurteile werden in diesem Zusammenhang besonders angeschaut. Ohne eine Reflexion dieser Missverständnisse kann keine gelungene Prävention und keine interkulturelle Arbeit erfolgen.

Darüber hinaus werden Kommunikation und Arbeit mit den Eltern ein Thema sein.

 

Zielgruppe

Erzieherinnen im Kindergarten

Referentin

Parvaneh Djafarzadeh, Dipl. Pädagogin, Mitarbeiterin von AMYNA e.V.

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Es kann auch der Gruppenleiter sein – Schutz für Mädchen und Jungen
in Jugendverbänden

Fortbildung

Einige bekannt gewordene Vorfälle von sexuellem Missbrauch haben die Verantwortlichen darauf aufmerksam gemacht, dass auch in den Organisationen der Jugendarbeit die Notwendigkeit zur Information und Prävention besteht.

Manche Täter suchen sich ganz bewusst Arbeitsfelder aus, in denen sie relativ leicht Zugang zu Mädchen und Jungen finden. Attraktiv sind für sie Zusammenhänge, in denen sie hoffen können, möglichst lange unentdeckt zu bleiben.

Durch gezielte Maßnahmen und eine klare Haltung haben Organisationen der Jugendarbeit eine gute Chance, zu verhindern, dass in ihren eigenen Reihen sexuelle Gewalt ausgeübt werden kann.

Notwendig sind dazu u.a.:

  • die offene Thematisierung von sexueller Gewalt

  • das deutliche Eintreten für den Schutz von Mädchen und Jungen

  • klare und transparente Strukturen, die den Mädchen und Jungen Sicherheit geben und für Täter unattraktiv sind

  • Verantwortungsregelungen, die sicherstellen, dass ein bereits stattfindender Missbrauch möglichst schnell erkannt und gestoppt wird und Kinder und Jugendliche vor weiterem Missbrauch geschützt sind.

 

Zielgruppe

hauptamtliche MitarbeiterInnen und ehrenamtliche Vorstände, die in Organisationen der Jugendarbeit tätig sind

Referentinnen

Sibylle Härtl, Pädagogin MA, Mitarbeiterin bei AMYNA – Projekt zur Prävention von sexuellem Missbrauch, Sozialbetriebswirtin (bfw/itw-FHM) Adelheid Unterstaller, Pädagogin MA, Mitarbeiterin bei AMYNA – Projekt zur Prävention von sexuellem Missbrauch Zusatzqualifikation in feministscher Bildungsarbeit (GAIA)

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Für Prävention ist es nie zu früh – Vorbeugung von sexuellem Missbrauch bei Kindern

Fortbildung

Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen werden in ihrem pädagogischen Alltag in der Kinderkrippe immer wieder mit dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch konfrontiert. Dies kann bei jeder Einzelnen aber auch im Team Verunsicherungen, Ablehnung und Angst auslösen. Hier müssen Wege gefunden werden, damit umzugehen. Im Vordergrund steht jedoch meistens das Bedürfnis zu handeln, um das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen zu schützen und zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang tauchen viele Fragen auf, z.B:

  • Wann fängt überhaupt sexueller Missbrauch an?

  • Wer sind die Täter und wie gehen sie vor?

  • Gibt es Signale und Botschaften der Mädchen und Jungen, die auf Missbrauch hinweisen können?

  • Was kann ich tun, wenn ich einen Verdacht habe?


Am ersten Fortbildungstag werden wir uns mit diesen Fragen beschäftigen.

Gleichzeitig entsteht auch der Wunsch, sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu verhindern, bevor sie stattfindet, also präventiv tätig zu werden.

  • Wie diese Prävention in der Kinderkrippe aussehen kann und wie sie mit Phantasie, Kreativität und Spaß umgesetzt werden kann, darum geht es am zweiten Fortbildungstag.


Diese Fortbildung wird in Kooperation mit der Fachabteilung Kinderkrippen im Stadtjugendamt München durchgeführt.

 

Zielgruppe

Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen aus städtischen Kinderkrippen

Referentinnen

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Sozialbetriebswirtin (bfw/itw-FHM),
Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Weiterbildung in feministischer Bildungsarbeit

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Mädchen und Jungen im Hort-Alltag – Entwicklungsräume entdecken

Fortbildung

Sind Jungen einfach etwas lauter, aggressiver und verspüren mehr Bewegungsdrang als Mädchen? Sind Mädchen ruhiger, kooperativer - aber auch „zickiger"? - Oder handelt es sich hierbei lediglich um überholte Klischees? Welche Möglichkeit habe ich als Erzieherin im Hort überhaupt, Gleichberechtigung zu fördern, herkömmlichen Rollenmustern etwas entgegenzusetzen?

In dieser zweitägigen Fortbildung wollen wir uns Zeit nehmen, uns über unsere Erfahrungen aus der Arbeit auszutauschen und Ideen für die Arbeit mit Mädchen und Jungen kennen zu lernen. Jede kann ihre eigenen Zielvorstellungen für den Umgang mit Mädchen und Jungen im beruflichen Alltag entwickeln und erste Schritte für eine Umsetzung erarbeiten - so dass sie zur eigenen Person sowie zu den institutionellen Rahmenbedingungen passen.

Wir werden uns mit Hilfe unterschiedlicher Methoden mit dem Thema auseinandersetzen. Gedacht ist an Kleingruppenarbeit, Diskussion, Hintergrundinformationen und evtl. an kleinere Rollenspiele.

Es wäre schön, wenn jede Teilnehmerin ein Foto aus ihrer eigenen Mädchenzeit (am besten Grundschulalter) mitbringen würde.

Eine geschlechtsrollenöffnende Arbeit mit Mädchen und Jungen ist wesentlicher Bestandteil der Prävention von sexuellem Missbrauch. Zum einen geht es dabei um einen Abbau der Geschlechterhierarchie, die eine Ursache für sexuelle Gewalt darstellt. Zum anderen geht es beim Schutz der Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt darum, sie in ihren jeweiligen Bedürfnissen und Stärken anzusprechen, ohne sie dabei erneut auf Klischees festzulegen. Wichtig ist es, Mädchen und Jungen in der ganzen Palette ihrer Fähigkeiten zu unterstützen und nicht - wie es häufig der Fall ist - sie geschlechtsrollenkonform einzuschränken. Wie dies im Arbeitsalltag im Hort konkret umgesetzt werden kann, erfahren Sie in dieser Fortbildung.

Wenn Sie Informationen zu sexuellem Missbrauch und den Möglichkeiten der Präventionsarbeit im Hort bekommen möchten, dann empfehlen wir Ihnen die Fortbildung „Prävention von sexuellem Missbrauch auch im Hort!" am 10. und 11. April, die sich ebenfalls an Mitarbeiterinnen aus Horten richtet. Teilnehmerinnen, die beide Fortbildungen buchen, erhalten eine Ermäßigung.

 

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen aus dem Hortbereich

Referentin

Kerstin Frank, Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Dipl. Pädagogin, Sozialwissenschaftlerin und Dozentin an der Fachakademie für Sozialpädagogik der LH München

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Sexueller Missbrauch und die Möglichkeiten der Prävention

Fortbildung

Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen werden in ihrem pädagogischen Alltag in Kindergärten und Kinderkrippen häufig mit dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch konfrontiert. Dies kann bei jeder einzelnen aber auch im Team Verunsicherungen, Ablehnung und Angst auslösen. Bei vielen taucht aber auch das Bedürfnis zu handeln auf und und das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen zu schützen.

In diesem Zusammenhang tauchen viele Fragen auf, z.B.:

  • Wann fängt überhaupt sexueller Missbrauch an?

  • Wer sind die Täter und wie gehen sie vor?

  • Gibt es Signale und Botschaften der Mädchen und Jungen, die auf Missbrauch hinweisen können?

  • Was kann ich tun, wenn ich einen Verdacht habe?


Am ersten Fortbildungstag werden wir uns mit diesen Fragen beschäftigen.

Gleichzeitig entsteht auch der Wunsch, sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu verhindern, bevor sie stattfindet, also präventiv tätig zu werden.

  • Wie diese Prävention in Kindergarten und Kinderkrippe aussehen kann und wie sie mit Phantasie, Kreativität und Spaß umgesetzt werden kann, darum geht es am zweiten Fortbildungstag.

 

Zielgruppe

Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen aus dem Kindergarten- und Krippenbereich

Referentinnen

Sibylle Härtl, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Sozialbetriebswirtin (bfw/itw-FHM), Adelheid Unterstaller, Mitarbeiterin von AMYNA e.V., Pädagogin MA, Weiterbildung in feministischer Bildungsarbeit

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Interkulturelle Sexualpädagogik mit Mädchen in der offenen Jugendarbeit

Fortbildung

Sexualität ist ein zentrales Thema für die meisten Mädchen in der Pubertät, unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft. Ob zu Körperveränderungen, erster Liebe, sexuellen Orientierungen oder Verhütung: Mädchenfragen können je nach Lebenssituation sehr unterschiedlich sein. Entsprechend differenziert berücksichtigen inzwischen viele sexualpädagogische Konzepte individuelle Bedürfnisse. Doch was ist nun besonders an der sexualpädagogischen Arbeit mit Migrantinnen oder „multikulturellen" Gruppen?

  • Welche Bilder haben Pädagoginnen von den Mädchen des nicht eigenen Herkunftslandes?

  • Welche Normen und Werte leiten das Handeln von Mädchen und Pädagoginnen?

  • Wieviel muss ich als Pädagogin über den Umgang mit Sexualität in verschiedenen Herkunftsländern wissen?

  • Was sollte ich im Kontakt mit den Mädchen beachten?

  • Welche besonderen Inhalte, Methoden oder Zugänge gibt es für multikulturelle Gruppen?

  • Wie gehen wir mit kritischen Situationen um? Was ist z.B., wenn die eigenen sexualpädagogischen Ziele nicht mit denen der Mädchen übereinstimmen, die Meinungen über selbstbestimmte Sexualität beispielsweise konträr auseinander gehen?


Diese Fortbildung bietet die Möglichkeit der lebendigen, praxisbezogenen Selbstreflexion und den Erfahrungsaustausch mit Pädagoginnen, die außerschulisch mit Mädchen arbeiten. Darüber hinaus gibt es die Gelegenheit, zielgruppenspezifische Methoden kennen zu lernen und auszuprobieren. Aktuelle Fachliteratur und Medien werden vorgestellt.

 

Zielgruppe

Fachfrauen, die im außerschulischen Bereich mit Mädchen unterschiedlicher Herkunft arbeiten

Referentinnen

Annette Rethemeier, Diplom-Sozialarbeiterin, ist als Beraterin und Sexualpädagogin bei PRO FAMILIA Hamburg und freiberuflich tätig.
Bärbel Ribbert, Diplompädagogin, arbeitet als Beraterin und Sexualpädagogin im Familienplanungszentrum Hamburg, breiberuflich beim Institut für Sexualpädagogik.

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20 Jahre AMYNA

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