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Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch
und sexueller Gewalt e.V. |
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Prävention gegen sexuelle Gewalt durch eine positive Sexualerziehung - auch für Migrantinnen und Schwarze Mädchen?FortbildungAusgehend von der These, dass eine bejahende, aufklärende Sexualerziehung eine gute Prävention gegen sexuelle Gewalt ist, wird Ziel dieser Fortbildung sein, sich einem Konzept zu nähern, das der Realität von Migrantinnen und Schwarzen Mädchen in der Sexualpädagogik gerecht wird. Voraussetzung für ein solches Konzept ist eine fundierte Auseinandersetzung mit der Lebensrealität von Migrantinnen und Schwarzen Frauen. Zwar ist dies keineswegs eine homogene Gruppe, aber es gibt Erfahrungen, die alle Menschen mit Migrationshintergrund teilen, beispielsweise den alltäglichen Umgang mit Rassismus und die daraus resultierenden sehr unterschiedlichen sexuellen Stereotypen. Diese sollen zunächst theoretisch und im Spiel beleuchtet werden, um anschließend im Gespräch die praktischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen zu reflektieren. Eine Auseinandersetzung mit Rassismus und der Lebensrealität von Migrantinnen und Schwarzen Frauen wird nicht vorausgesetzt, allerdings die Bereitschaft sich hiermit auseinander zu setzen. Basiswissen zu sexuellen Gewalterfahrungen von Mädchen und Frauen wird nicht Inhalt dieser Fortbildung sein. Der Vortrag am Donnerstag Abend ist Bestandteil dieser Fortbildung.
Prävention gegen sexuelle Gewalt durch eine positive Sexualerziehung - ein Privileg nur für weiße deutsche Mädchen?VortragBei der Durchsicht der Literatur zu Sexualpädagogik, könnte der Eindruck entstehen, dass türkische, Schwarze oder andere Mädchen mit Migrationshintergrund keine eigenen sexuellen Bedürfnisse haben. Denn obwohl Sexualpädagogik ein Zweig der Pädagogik zu sein scheint, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut, wird die Tatsache, dass ein Großteil der Jugendlichen einen Migrationshintergrund hat oder binational ist in diesem Bereich nicht reflektiert. Die einen haben bei der Sexualerziehung Familienplanung bzw. Verhütung im Auge, die anderen wollen die Verbreitung von AIDS verhindern, während wiederum andere vor allen Dingen Feministinnen - Sexualpädagogik nutzen wollen, um sexueller Gewalt vorzubeugen. So sind je nach Auftrag die Vorgehensweisen all dieser PädagogInnen sehr unterschiedlich, gemein ist ihnen aber, dass sie alle von Jugendlichen ausgehen, die vorwiegend deutsch sozialisiert sind. Wenn wir aber die Realität der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit im Auge behalten, zeigt sich die Absurdität der Vorgehensweise. Denn ein Großteil der jugendlichen Mädchen und Jungen hat ein Elternhaus mit Migrationshintergrund, erlebt alltäglich Rassismus, hat möglicherweise einen anderen Zugang zu Sexualität und ist mit vielen sexuellen Stereotypen konfrontiert. Wie könnte also ein Konzept der positiven Sexualerziehung aussehen, das der Realität von Migrantinnen und Schwarzen Mädchen gerecht wird? Da es in diesem Bereich so gut wie keine wissenschaftlichen Untersuchungen gibt, werden hier Hypothesen vorgestellt, die zum einen aus der praktischen Arbeit mit migrierten Mädchen entstanden sind, und sich zum anderen aus der sehr spärlichen Literatur hierzu ergeben. Der Vortrag ist Bestandteil der Fortbildung (siehe vorherige Veranstaltung), kann aber auch von allen anderen interessierten Frauen besucht werden.
Fachtagung zur interkulturellen Arbeit mit jungen MigrantinnenEine Kooperation von AMYNA, der Stelle für interkulturelle Zusammenarbeit der LH München, INKOMM, I.M.M.A. und der FH München PasingIn dieser Fachtagung geht es um die Lebenswelt und -wirklichkeit von Mädchen und jungen Frauen in der Migration. Ziel der Veranstaltung ist es, Lebenszusammenhänge von jungen Migrantinnen oder Migrantinnen zweiter Generation bei der pädagogischen Arbeit in den Blickpunkt zu rücken. Folgende Beiträge stehen bereits fest:
Genauere Informationen können voraussichtlich ab November bei AMYNA oder I.M.M.A. erfragt werden.
Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen im kulturellen Kontext - Möglichkeiten der interkulturellen PräventionFortbildungIn dieser Fortbildung geht es zunächst um den kulturvergleichenden Aspekt sexuellen Missbrauchs und um Mechanismen des Missbrauchs in individualistischen und kollektivistischen Gesellschaftsmodellen. Ebenfalls werden die Dimensionen des Missbrauchs in ihrer Psychodynamik, kultur- und migrationspezi-fischen Dynamik zur Sprache kommen. Im weiteren Verlauf der Fortbildung wird die Rolle der Tradition und Religion sowohl in gesellschaftlichen Strukturen als auch in der Familienstruktur in Bezug auf islamische Gesellschaften verdeutlicht, damit die Mechanismen der Macht gegenüber Mädchen und Jungen verständlicher werden. Zum Schluss wird auf die Besonderheiten der interkulturellen Präventionsarbeit eingegangen und die möglichen Aufgaben der interkulturellen Prävention werden behandelt.
Arbeitsfeld offene, koedukative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen - wie lässt sich Prävention umsetzen?VortragTypisch für das Arbeitsfeld der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist, dass es sehr vielfältig ist - sowohl was die angesprochenen Zielgruppen als auch was die pädagogischen Angebote und Methoden betrifft. Daraus ergeben sich für Pädagoginnen manchmal auch widersprüchlich erscheinende Aufträge und Interessenlagen - zum Beispiel, wenn gleichzeitig eine verhaltensauffällige und aggressive Jungenclique und die netten Mädchen aus der Nachbarschaft angesprochen und erreicht werden sollen; oder wenn eine aggressive Mädchenclique mit sexistischen Sprüchen verhindert, dass sich andere Mädchen in die Einrichtung trauen etc. In dem Vortrag werden Bedingungen dieses Arbeitsfeldes reflektiert in bezug auf die Frage, wie sich in diesem offenen und koedukativen Rahmen Prävention umsetzen lässt. Dabei werden fachliche Standards entwickelt und vorgestellt sowie methodische Anregungen gegeben.
Migration und die Bedeutung von deren Verlauf für die interkulturelle Präventionsarbeit"FortbildungWenn es um sexuellen Missbrauch von MigrantInnen geht, gerät schnell deren "Kultur" in den Mittelpunkt der Betrachtungen. In diesem Workshop laden wir die Teilnehmerinnen ein, die herkömmlichen Konzepte der Prävention insofern zu modifizieren, als sie in den Kontext der Migrationserfahrung gerückt werden. Zum Verlauf der Migration gehört u.a. das schmerzhafte Erkennen, dass die Werte und Normen der Herkunftsgesellschaft im Einwanderungsland nicht mehr gültig sind. Auch die den MigrantInnen bekannten und vertrauten Präventionsmöglichkeiten greifen nicht mehr. Den von der Dominanzkultur geprägten Fachkräften mag es deshalb so vorkommen, als gäbe es diese nicht. Dies birgt die Gefahr, den Anpassungsdruck, dem MigrantInnen ohnehin seitens der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind, noch zu verstärken. Für weiße Deutsche bedarf es in der Prävention von sexuellem Missbrauch im Sinne einer interkulturellen Vorgehensweise der Sensibilisierung und des Dialogs mit den migrierten Bezugspersonen, um auch die "mitgebrachten" Kompetenzen wahrnehmen und aufgreifen zu können. Ausgehend von unseren Erfahrungen in der Beratungsarbeit mit von sexueller Gewalt betroffenen MigrantInnen wollen wir den Phasenverlauf der Migration und dessen Relevanz für verschiedene Bereiche der Präventionsarbeit vermitteln. Anschließend werden diese Inhalte in einem praktischen Teil mit Hilfe des Feministischen Psychodrama vertieft.
Merkmale und Besonderheiten der interkulturellen Arbeit und deren Bedeutung für die PräventionVortragPrävention von sexuellem Missbrauch in einem multinationalen Kindergarten ist meistens mit derAngst verbunden, die kulturellen Normen außer Acht zu lassen. Es gibt viele offene Fragen bei ErzieherInnen im Kindergarten, wie z.B. : Wie spreche ich das Thema an?
Sexueller Missbrauch und die Möglichkeiten der PräventionFortbildungErzieherinnen und Kinderpflegerinnen werden in ihrem pädagogischen Alltag in Kindergärten und Kinderkrippen häufig mit dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch konfrontiert. Dies kann bei jeder einzelnen aber auch im Team Verunsicherungen, Ablehnung und Angst auslösen. Bei vielen taucht aber auch das Bedürfnis zu handeln auf und und das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen zu schützen. In diesem Zusammenhang tauchen viele Fragen auf, z.B.:
Am ersten Fortbildungstag werden wir uns mit diesen Fragen beschäftigen. Gleichzeitig entsteht auch der Wunsch, sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu verhindern, bevor sie stattfindet, also präventiv tätig zu werden. Wie diese Prävention in Kindergarten und Kinderkrippe aussehen kann und wie sie mit Phantasie, Kreativität und Spaß umgesetzt werden kann, darum geht es am zweiten Fortbildungstag.
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2004-2009 AMYNA
e.V. (zuletzt geändert:
22.01.2010) |
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